Bremswiderstand wird Strom

Kinetisches Energierückgewinnungssystem für Aufzüge

Der erste Hauptsatz der Thermodynamik beschreibt das Prinzip der Energieerhaltung: Demnach kann Energie weder erzeugt noch vernichtet, sondern lediglich von einer Form in eine andere umgewandelt werden. Die Menge an Energie bleibt also in einem geschlossenen System konstant; je nach Anlage ist der nutzbare Anteil der Energie jedoch unterschiedlich hoch. Angesichts der steigenden Strompreise sowie der notwendigen Elektrifizierung zur Verringerung des CO2-Ausstoßes, kann das Prinzip zu einer hohen Stromeinsparung verhelfen. Dieses Potenzial nutzt die Firma Schindler mit ihrem Zwischenspeicher zum Nachrüsten von Aufzugsanlagen.

Das Diagramm verdeutlicht die Stromeinsparung mit KERS.
Zur Nachrüstung wird das schuhkartongroße KERS-Modul an den Frequenzumrichter des Antriebs angeschlossen.

Der Name KERS ist ein Akronym für Kinetic Energy Recovery System und beschreibt ein kinetisches Energierückgewinnungssystem. Bei diesem wird die Bremsenergie – die ansonsten über den Bremswiderstand als Wärme an die Umgebung abgegeben wird – in einem Ultrakondensator gespeichert und für den Betrieb der nächsten Aufzugfahrt oder den Stand-By-Modus der Anlage verwendet. Besonderheit dieses Kondensators ist, dass er kurzfristig besonders viel elektrische Energie aufnehmen kann. Ist der Zwischenspeicher entleert, füllt er sich beim nächsten Bremsen wieder neu. Durch diese täglich vielfach wiederholte Rückspeisung können bis zu 70 % Strom eingespart werden.

Sowohl neue als auch bestehende Aufzugsanlagen können mit dem System auf- bzw. nachgerüstet werden: Dazu wird das schuhkartongroße KERS-Modul an den Frequenzumrichter des Fahrstuhlantriebs angeschlossen. Die Technik ist kompatibel mit Anlagen aller Aufzugshersteller, benötigt wenig Platz und lässt sich dadurch in fast jeden Maschinenraum oder Schachtkopf integrieren.

Hersteller KERS: Schindler, Berlin

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Installationszonen im Wohnraum gemäß DIN 18015-3 (Angaben in cm), dreidimensionale Ansicht

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