Brandschutz bei Photovoltaik-Anlagen

Fachbeitrag in DDH 08.2025

Mit dem starken Ausbau der Solarenergie wächst die Bedeutung des Brandschutzes im Zusammenhang mit PV-Anlagen. In der Fachzeitschrift DDH – Das Dachdecker-Handwerk widmet sich Thomas Sandner im Beitrag „Brandschutz bei Photovoltaik-Anlagen” den Risiken, die bei der Planung, Montage und Betrieb auftreten können. Deutlich wird, dass es nicht allein um technische Detailfragen geht, sondern um ein Zusammenspiel aus baurechtlichen Vorgaben, handwerklicher Ausführung und klaren betrieblichen Abläufen. Für Architektinnen und Architekten, Dachhandwerk, Elektrofachkräfte und Betreiber ergibt sich ein komplexes Aufgabenfeld, in dem Sicherheitsaspekte frühzeitig bedacht werden müssen.

Photovoltaik-Module gelten baurechtlich als Bauprodukte und unterliegen damit den Vorgaben der Landesbauordnungen und der MVV TB. Ergänzend greifen einschlägige VDE-Normen zur Leitungsführung, zum Überspannungsschutz und zu geprüften Abschottungen bei Leitungsdurchführungen. Auch technische Regeln wie die DIN VDE 0100-712: Errichten von Niederspannungsanlagen – Teil 7-712: Anforderungen für Betriebsstätten, Räume und Anlagen besonderer Art Photovoltaik-(PV)-Stromversorgungssysteme oder Herstellerzulassungen spielen eine Rolle. Entscheidend ist, dass sowohl das Brandverhalten als auch die sichere Integration in das Gebäude nachgewiesen werden.

Der DDH-Beitrag stellt klar, dass viele Brandereignisse auf Montagefehler zurückgehen: unzureichend geschützte oder beschädigte DC-Leitungen, falsch kombinierte Steckverbinder und nicht normgerechte Befestigungen können zu Überhitzung und Lichtbögen führen. Mangelhafte Erdung oder unvollständige Dokumentation erschweren zudem das sichere Abschalten durch Einsatzkräfte. Die Gebäudeintegration – insbesondere die Führung durch Dachaufbauten oder Brandabschnitte – bleibt ein Risikobereich.

Grundlegende Maßnahmen sind eine normgerechte Leitungsführung, eine altersbeständige Befestigungstechnik sowie der vollständige Potenzialausgleich. Technische Einrichtungen wie Überspannungsschutzsysteme und Lichtbogenerkennung ergänzen den baulichen Brandschutz und minimieren das Fehlerrisiko. Eine eindeutige Beschriftung aller Stränge sowie ein aktueller Anlagenplan sind im Brandfall entscheidend für schnelle Entscheidungen und sichere Einsatzabläufe.

Der Beitrag (siehe Surftipps) verdeutlicht, dass der Brandschutz bei Photovoltaik-Anlagen integraler Bestandteil der Planung und Ausführung ist. Sorgfalt bei der Montage, konsequente Anwendung der geltenden Normen und eine klare Dokumentation tragen wesentlich dazu bei, Risiken zu reduzieren und den sicheren Betrieb der Anlagen langfristig zu gewährleisten.

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