Betonprisma 118: Wohnen

Beiträge zur Architektur

Was macht einen Wohnraum zukunftsfähig? Viele Antworten stecken in der 118. Ausgabe der Zeitschrift Betonprisma des Informationszentrums Beton (IZB). Unter dem Titel Wohnen sind zehn Gespräche und Projektgeschichten zu Neu- und Umbauten versammelt, in denen es natürlich auch um die Bedeutung des Betons geht.

Anpassungsfähige Grundrisse für eine durchmischte Nachbarschaft sind die Spezialität von Anna Popelka und Georg Poduschka. Ihr Architekturbüro PPAG entwickelte die „elastische Wohnung“, bei der 2 x 2 Meter große Nischenräume einen großen zentralen Wohnraum umgeben. Damit nimmt sie veränderte Ansprüche an den Wohnraum auf – widerspricht aber auch den starren Wohnungsschlüsseln, wie sie in vielen Ausschreibungen gefordert sind. Dieses und weitere Projekte, in denen PPAG Standards auf den Prüfstand stellen, kommen im Gespräch vor.

Langlebig und transformierbar oder temporär und demontierbar? Für Stefan Forster hat auf jeden Fall ersteres Vorrang. Er versucht zu fassen, was architektonische Qualität für ihn und sein gleichnamiges Büro und die Nachhaltigkeit von Gebäuden bedeutet. Rückgebaute Betondecken und -träger eines alten Parkhauses werden bei Elementa, einem sozialen Wohnungsbau in Basel wiederverwendet. Valentin Düselen vom Architekturbüro Parabase erzählt von den Herausforderungen und der Leuchtkraft des Vorhabens, bei dem die Re-Use-Elemente wie Spolien in der Fassade sichtbar sein werden.

Nicht demontiert, sondern umgebaut wurden das Bundeswehrhochhaus in Bremen und das Felix-Platter-Spital in Basel. Zu lesen ist, wie sich die rund 50 Jahre alten Betonstrukturen trotz schwieriger Grundrisse sowie erhöhter Anforderungen an Statik und TGA verwandelten. Es scheint, als sei vieles möglich, wenn es ums Schaffen von Wohnraum geht.

Aus dem Inhalt:

  • Gespräch mit Anna Popelka und Georg Poduschka: Architektur ist ein permanenter Aushandlungsprozess
  • Gespräch mit David Brodbeck: Wohnungsbau mit Anspruch
  • Gespräch mit Stefan Forster: Architektonische Qualität als Nachhaltigkeitskriterium
  • Gespräch mit Klaas Dambeck und Christoph Bösche: Umbau Bundeswehrhochhaus Bremen
  • Gespräch mit Ute Frank: Mehrgenerationenhaus am Schlachtensee
  • Gespräch mit Valentin Dürselen: Wohnungsbau mit Re-Use-Betonelementen
  • Grünes Gemeinschaftswohnzimmer und Calypso-Karusselle – Wohnen in München
  • Alles unter einem Dach – Das Felix-Platter-Spital in Basel wird zum Miteinanderhaus
  • Gespräch mit Alexander Mühlbauer: Wohnen in inspirierenden Räumen aus Beton
  • Herausforderungen an das Wohnen neu denken – Eleven Decks in der Hafencity Hamburg

Die aktuelle Betonprisma-Ausgabe 118 kann – ebenso wie ältere Hefte – kostenfrei im Betonshop des Informationszentrums Beton bestellt werden (siehe Surftipps).

Fachwissen zum Thema

Ziel der behutsamen Betoninstandsetzung ist, alternde Sichtbetonbauten so zu reparieren, dass sie ihre bauzeitliche Oberflächengestaltung möglichst behalten.

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Instandsetzung

Behutsame Betoninstandsetzung

Bei der Skelettbauweise übernehmen Deckenplatten, Unterzüge, Stützen und Fundamente die tragende Funktion.

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Skelettbau

Grundlagen der Skelettbauweise

Wiederverwendung unmöglich: Anstatt sie behutsam rückzubauen werden viele Betongebäude mit der Abrissbirne zerstört, wie 2018 bei der Oberpostdirektion Hamburg (Post-Pyramide) geschehen.

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Herstellung

Wiederverwendung von Betonbauteilen

Eine Bodenradarsonde ermöglicht die zerstörungsfreie Ortung von Bewehrung und Fehlstellen.

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Instandsetzung

Zerstörungsfreie Betonprüfung

Surftipps

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