Baustoff für den 3D-Druck

Werksfertiger Trockenmörtel für extrudierbaren Beton

War der 3D-Druck von Beton in Deutschland bis zuletzt vor allem ein Experimentierfeld, auf dem einzelne Forschungseinrichtungen Möglichkeiten ausloteten, ist die Technik nun im Markt angekommen. Nach einem Einfamilienhaus in Beckum entstanden kürzlich die Wände eines Mehrfamilienhauses im bayerischen Wallenhausen mithilfe eines 3D-Portaldruckers der neuesten Generation.

Wichtig für die Verarbeitung des Materials ist eine gute Pumpbarkeit.
Eine hohe Frühfestigkeit ist nötig, damit die unteren Schichten nicht unter der Last der darauffolgenden Lagen versagen.
Das Material kam unter anderem beim 3D-Druck der Wände eines Mehrfamilienhaus mit rund 330 m² Wohnfläche im bayerischen Wallenhausen (nahe Ulm) zum Einsatz.

Entscheidend für den Erfolg der Projekte, die im Moment noch Zulassungen im Einzelfall erfordern, ist auch das Druckmaterial. Das Unternehmen HeidelbergCement hat mit seiner Tochter Italcementi speziell für den 3D-Extrusionsdruck den werksfertigen Trockenmörtel i.tech 3D entwickelt, der unter anderem bei der Erstellung der beiden oben genannten Wohnhäuser eingesetzt wurde.

Das Material zeichnet sich laut Hersteller durch eine gute Pumpbarkeit aus, die mit einer hohen Frühfestigkeit einhergeht, damit die unteren Schichten nicht unter der Last der darauffolgenden Lagen versagen. Zudem muss zwischen den einzelnen Schichten ein ausreichender Verbund hergestellt werden. Das Produkt eignet sich für vor Ort auf der Baustelle gedruckte Bauteile ebenso wie für gerade oder geschwungene Fertigteile – ein Bereich, in dem der 3D-Druck von Beton großes Potenzial bietet.

Hersteller: Italcementi, Bergamo / HeidelbergCement

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