Baujournal der Stiftung Stadtmuseum Berlin

Digitale Baustellenbegleitung für Märkisches Museum und Marinehaus

Wie lassen sich komplexe Umbau- und Sanierungsprozesse öffentlich vermitteln? Mit dem Baujournal begleitet die Stiftung Stadtmuseum Berlin die laufenden (Um-)Bauarbeiten am Märkischen Museum und am benachbarten Marinehaus am Köllnischen Park in Berlin. Der digitale Blog dokumentiert seit Anfang 2026 den Fortschritt der Baustelle und gibt Einblicke in historische Bausubstanz, technische Eingriffe und zukünftige Nutzungskonzepte.

Bis 2028/29 werden das Märkische Museum und das ehemalige Marinehaus am Köllnischen Park zu einem neuen Museums- und Kreativquartier umgebaut.
Der historistische Bau des Märkischen Museums wird derzeit technisch ertüchtigt und barrierefrei umgebaut
Der markante Turm des Märkischen Museums wird im Zuge der Sanierung erstmals barrierefrei erschlossen und künftig öffentlich zugänglich sein.

Zwei Bestandsgebäude im Wandel

Im Zentrum stehen zwei sehr unterschiedliche Bestandsgebäude: das Märkische Museum mit seinem historistischen Baukörper und dem weithin sichtbaren Turm sowie das ehemalige Marinehaus gegenüber dem Museum, das derzeit umfassend entkernt und zum Kulturzentrum umgebaut wird. Beide Häuser gehören zur Stiftung Stadtmuseum Berlin und sollen bis 2028/29 Teil eines neuen Museums- und Kreativquartiers werden.

Baustellenfotografie, Reportage und Hintergrundwissen

Das Baujournal kombiniert Baustellenreportagen, Fotogalerien und kompakte Hintergrundinformationen. Die Beiträge zeigen unter anderem freigelegte Tragwerke, historische Fundamente, Rückbauarbeiten, restauratorische Maßnahmen oder neue Erschließungskonzepte. Gleichzeitig werden technische Aspekte wie Pfahlgründungen, Abdichtungen, Entkernungen oder barrierefreie Umbauten verständlich erläutert. Schön ist dabei der Fokus auf die Materialität und Atmosphäre der Baustellen: Rohe Backsteinwände, freigelegte Dachtragwerke, geschützte historische Oberflächen oder provisorische Stahlkonstruktionen prägen viele der ausgezeichneten Bildstrecken dieses bedeutungsvollen und nicht zuletzt geheimnisvollen Ortes der Hauptstadt.

Einige Beiträge verknüpfen die Baustellenbeobachtungen direkt mit Fachbegriffen aus dem Glossar des BauNetz-Wissen-Fachportals Bauen im Bestand. So werden etwa „Korbbögen“, „Schüttungen“ oder „Spolien“ innerhalb der Texte aufgegriffen und als weiterführende Links markiert.

Baustelle als öffentlicher Prozess

Besonders interessant ist das Baujournal dort, wo normalerweise verborgene Ebenen des Bauens im Bestand sichtbar werden: freigelegte Konstruktionen, Spuren früherer Nutzungen, Sicherungsmaßnahmen oder die komplexe technische Ertüchtigung historischer Gebäude. Auch führen viele der Aufnahmen an Orte, die dem Publikum bisher verborgen geblieben waren, wie in den Turm des Märkischen Museum, der im Zuge des Umbaus erstmals barrierefrei zugänglich gemacht werden soll. Statt ausschließlich fertige Architektur zu präsentieren, dokumentiert die Plattform den laufenden Transformationsprozess und macht damit nachvollziehbar, wie viel planerischer, konstruktiver und restauratorischer Aufwand hinter einer Bestandssanierung dieser Größenordnung steckt. Das Baujournal ist kostenfrei online abrufbar (siehe Surftipps).

Fachwissen zum Thema

Gebäude aus der Gründerzeit in Berlin

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Die für ihre kräftige Farbgebung bekannte Waldsiedlung "Onkel Toms Hütte" in Berlin Zehlendorf, Architektur: Bruno Taut, Hugo Häring und Otto Rudolf Salvisberg, 1926-1931

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Baualtersstufe: Neues Bauen und Moderne (1919–1939)

Schloss Charlottenburg, Berlin, Bj. 1699. Architekt: Johann Arnold Nering / Martin Grünberg.

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Baualtersstufe: Vorindustrielle Mauerwerksbauten (Mittelalter bis ca. 1850)

Umbau: Ein zuvor wenig genutztes und unscheinbares Bürogebäude bauten MVRDV und Hirschmüller Schindele Architekten für das Veranstaltungszentrum Atelier Gardens in Berlin um.

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Grundlagen

Bauen im Bestand: Definition, Chancen, Herausforderungen

Surftipps

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