Aus welchen Elementen besteht ein BIM-Modell?

Die digitalen Fachmodelle sollen als digitale Zwillinge das spätere Gebäudes realitätsnah virtuell abbilden. Für die Erstellung dieser digitalen Zwillinge werden spezialisierte Softwaresysteme benötigt, die Funktionen besitzen, die weit über den Funktionsumfang herkömmlicher CAD-Systeme hinausgehen. Diese Software wird, aus dem englischen kommend, als BIM Authoring Software bezeichnet. Es soll damit eine Arbeitsweise unterstützt werden, die es ermöglicht, die digitalen Fachmodelle so zu modellieren, wie später auch gebaut wird. Die zugrundeliegenden Datenstrukturen, die Schemata, enthalten Klassen, die es erlauben, die Objekte der realen Welt virtuell abzubilden (vgl. Informationsmodell).

Modellelemente Tragwerksmodell
Modellelemente TGA-Modell

BIM Authoring Software nach aktuellem Stand der Technik enthält in der Regel Klassen für folgende Objekttypen:

  • Objekte zur Abbildung der topologischen Gebäudestruktur:
    Gebäude, Ebene, Raum, Teilflächen.
    Dabei handelt es sich um rein virtuelle Modellelemente: Ein Gebäude existiert nur, wenn mindestens eine Ebene vorhanden ist. Eine Ebene benötigt mindestens einen Raum. Ein Raum kann nur definiert werden, wenn seine raumbegrenzenden Bauteile modelliert worden sind

  • Objekte zur Abbildung der topologischen Gebäudestruktur:
    Wände, Stützen, Decken, Dächer, Treppen, Durchbrüche
    Diese Objekte kennzeichnet, dass sie in der Regel auf der Baustelle aus Baustoffen und -materialien hergestellt werden, meistens entlang einer Linie ausgerichtet sind und einen schichtweisen Aufbau besitzen. Wand- und Deckenbekleidungen werden als äußerste innenliegende Schicht dieser Bauteile definiert, Dach- und Fassadenbekleidung (wenn keine Vorhangfassade) als äußerste außenliegende Schicht.

  • Objekte zur Abbildung von Trassen:
    Kabeltrassen, Rohrleitungen, Lüftungskanäle.
    Diese Bauteile sind linienförmig angeordnet und durchdringen in der Regel mehrere raumbegrenzenden Bauteile.

  • Objekte zur Abbildung von Einbauteilen und Inventar:
    Türen, Fenster, Rollos, Sanitärobjekte Schalter, Steckdosen, Rohr- und Lüftungsformteile und Zubehör, Beleuchtung, weitere TGA Bauteile, Möbel und Ausstattungsgegenstände.
    Diese Objekte werden in der Regel zur Baustelle transportiert und eingebaut. Sie lassen sich austauschen, ohne in die Statik des Gebäudes einzugreifen. Diese Objekte können aus mehreren Komponenten bestehen, oder selbst eine Komponente eines anderen Objekts sein. Beispiel: Türblatt, -zarge und -griff existieren jeweils als einzelne Objekte und bilden zusammen ein Türobjekt.

  • Objekte zur Abbildung von Systemen:
    Vorhangfassaden, Zuluft, Abluft, Trinkwasserversorgung, Abwasserentsorgung, Heizung, elektrische Stromversorgung.
    Diese Systeme sind rein virtuell und benötigen mindestens ein Bauteil, was ihnen zugeordnet ist. Die meisten Systeme der Versorgungstechnik können mit einer Kombination aus Trassen und Einbauteilen modelliert werden. Dabei wird im Allgemeinen versucht, jeder systemrelevanten Funktion auch ein Bauteil zuzuordnen.

Fachwissen zum Thema

Ein BIM-Modell ist ein digitales 3D-Modell eines Gebäudes, eines Gebäudeabschnitts oder einer Fachplanung, das zusätzlich mit einer Informationsebene angereichert ist.

Ein BIM-Modell ist ein digitales 3D-Modell eines Gebäudes, eines Gebäudeabschnitts oder einer Fachplanung, das zusätzlich mit einer Informationsebene angereichert ist.

Modelle

BIM-Modell

Digitale Bauwerksmodellierung

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Grundlagen

Building Information Modeling (BIM)

Das Dateiaustauschformat IFC ist wesentlich für die Umsatzung von BIM-Projekten. Damit können BIM-Modelle samt nicht-geometrischer Informationen zwischen proprietären Softwares ausgetauscht werden.

Das Dateiaustauschformat IFC ist wesentlich für die Umsatzung von BIM-Projekten. Damit können BIM-Modelle samt nicht-geometrischer Informationen zwischen proprietären Softwares ausgetauscht werden.

Standardisierung

Industry Foundation Classes (IFC)

Objekt - Klasse - Instanz

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Grundlagen

Was ist ein Informationsmodell?