Atlas of Digital Architecture

Atlas of Digital Architecture

Sebastian Michael

Ludger Hovestadt, Urs Hirschberger, Oliver Fritz (Hrsg.)
Terminology, Concepts, Methods, Tools, Examples, Phenomena
Birkhäuser Verlag, Basel 2024, Broschur, in englischer Sprache
21 x 29 cm, 760 Seiten, 750 Abbildungen

Preis: 59,95 EUR (E-Book: 99,95 EUR)

ISBN 978-3-0356-1989-8 (ISBN E-Book: 978-3-0356-2011-5)

Zwei Duzend Expert*innen und ein Autor: Der Atlas of Digital Architecture ist das Produkt des kollektiven Wissens von 25 Fachleuten aus der Architektur und der Informationstechnologie. Zusammengebracht hat die Informationen ein einzelner Autor, der den verschiedenen Kapiteln eine einheitliche Farbe und Ausdrucksweise verliehen hat. Im Vorwort stellt sich Sebastian Michael vor und bekennt zudem, keinerlei Vorkenntnisse aus dem Feld der Architektur oder der Informationstechnik mitzubringen. Außerdem präsentiert er den gemeinsamen Standpunkt der Beteiligten und gibt Hinweise für die Nutzung des Atlas: "Learn the Code of your Age", lautet die Empfehlung. Dabei geht es nicht darum, das Programmieren zu erlernen, sondern im übertragenen Sinne um die Aneignung von Kompetenzen im Umgang mit digitalen Tools im Informationszeitalter.

Learn the Code of your Age

Der Anspruch sei nicht, den Atlas von vorne bis hinten chronologisch zu studieren, sondern das Buch vielmehr als Nachschlagewerk und Lehrbuch zu verstehen, das die Bandbreite an Themen und Anwendungen im Bereich der Digitalisierung des Bauwesens bereitstellt – der Autor spricht von einem "Set metaphorischer Karten", die zur Orientierung im weiten Feld der digitalen Architektur dienen. Zielgruppe sind vor allem Studierende und junge, berufsorientierte Menschen; das Buch ist aber auch als Einführung für alle Interessierten geeignet.

Die Inhalte sind unterteilt in sechs Kapitel, die jeweils mehrere Unterkapitel beinhalten. Eine visuelle Übersicht über diese Struktur gibt die Chapter Gallery – mit einem Foto zu jedem Unterthema. Beginn und Ende eines thematischen Abschnitts markieren schwarze Seiten mit weißer Schrift, von denen jeweils ein QR-Code zur frei zugänglichen Homepage (siehe Surftipps) führt, wo Leser*innen weiterführende Informationen oder Adressen finden. Damit wird das physische Buch mit einer digitalen Ebene angereichert, die inhaltlichen Mehrwert bietet und den Lehrbruch-Charakter unterstreicht, indem es zum Weiterforschen ermuntert.

Auf das erste Kapitel The Design, das mit sechs die meisten Unterkapitel vereint, folgen die Abschnitte The Image, Language, Matter & Logic, Logistics und Coexistance. Letzteres dreht sich um die notwendige Kollaboration aus technologischem und kreativem Input, die bereits in der Einleitung thematisiert wird. Querverweise solcher Art finden sich zahlreiche im Laufe des Buchs und zeigen, dass klare Abgrenzungen zwischen den Themen nicht immer möglich sind.

Fazit

Die Publikation ist eine Aufforderung zu einer mutigen Auseinandersetzung mit der Digitalisierung des Bauwesens: Nicht als Wendepunkt, sondern als natürliche und konsequente Entwicklung des Vorhandenen. Es stellt dar, wie sich das Bauwesen vor diesem Hintergrund bereits verändert hat. Der Aufbau der Kapitel und die Verweise zu den Inhalten auf der zugehörigen Webseite fordern zum Erforschen und Entdecken auf und unterstreichen die Kernaussage des Buchs: Wer sich heute und in Zukunft kreativ den Herausforderungen des Bauens stellen möchte, der sollte sich zumindest mit den Grundlagen der digitalen Technologien vertraut machen.

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