Anforderungen an Dachabdichtungen

Die Voraussetzungen für ein dauerhaft dichtes und funktionstüchtiges Flachdach sind eine fach- und materialgerechte Planung, eine Ausschreibung, die eine eindeutige und unmissverständliche Beschreibung der Dachbahn in Bezug auf Qualität beinhaltet, die Ausführung durch einen qualifizierten, fachkundigen und erfahrenen Verleger, der sich an die entsprechenden Herstellerrichtlinien und Fachregeln hält und nicht zuletzt eine regelmäßige Wartung des Flachdachs, die einmal jährlich erfolgen sollte.

Nicht genutzte Dächer definiert die Norm als flache oder geneigte Dachflächen, die nur zum Zwecke der Pflege, Wartung und allgemeinen Instandhaltung begangen werden.
Dachgarten und -terrasse des Kongresshotels Potsdam
Gründach mit Photovoltaik auf dem Hochhaus einer Bank in Berlin

Im August 2025 erfolgte eine Neuausgabe der DIN 18531 in überarbeiteter Form. Als „Dachabdichtungsnorm” umfasst sie Vorgaben für nicht genutzte und genutzte Dächer. Sie ist wie folgt gegliedert:

DIN 18531: Abdichtung von Dächern sowie von Balkonen, Loggien und Laubengängen

  • Teil 1: Nicht genutzte und genutzte Dächer – Anforderungen, Planungs- und Ausführungsgrundsätze
  • Teil 2: Nicht genutzte und genutzte Dächer – Stoffe
  • Teil 3: Nicht genutzte und genutzte Dächer – Abdichtungsbauarten, Ausführung und Details
  • Teil 4: Nicht genutzte und genutzte Dächer – Instandhaltung
  • Teil 5: Balkone, Loggien und Laubengänge

Dachbahnen, egal ob frei bewittert, bekiest oder begrünt, unterliegen unterschiedlichen mechanischen, thermischen, chemischen und biologischen Beanspruchungen sowohl der Dachoberfläche als auch der gesamten Konstruktion. Die grundsätzlichen Anforderungen an Dachabdichtungen und Abdichtungsstoffe für die Ausführung genutzter und nicht genutzter Flachdächer sind in DIN 18531 geregelt.

Geltungsbereiche

Nicht genutzte Dächer definiert die Norm als flache oder geneigte Dachflächen, die nur zum Zwecke der Pflege, Wartung und allgemeinen Instandhaltung begangen werden. Ebenso zählen Dächer mit extensiver Begrünung dazu. Zu den genutzten Dächern gehören begehbare Flächen wie Dachterrassen oder Gehwege, Dachflächen mit intensiver Begrünung und Anstaubewässerung bis zu 100 mm sowie mit Solaranlagen und haustechnischen Anlagen ausgestattete Dachflächen.

Für die Abdichtung von Flachdächern mit intensiver Begrünung und einem planmäßigen Wasseranstau über 100 mm gilt die DIN 18533-1: Abdichtung von erdberührten Bauteilen – Teil 1: Anforderungen, Planungs- und Ausführungsgrundsätze.

Fachwissen zum Thema

Bei den bituminösen Abdichtungen begann in den 1960er-Jahren eine Entwicklung zu plastomervergütetem Polymerbitumen. Anfang der 1970er-Jahre wurden dann geeignete thermoplastische Elastomere in die Mischtechnik von Polymerbitumen eingebracht.

Bei den bituminösen Abdichtungen begann in den 1960er-Jahren eine Entwicklung zu plastomervergütetem Polymerbitumen. Anfang der 1970er-Jahre wurden dann geeignete thermoplastische Elastomere in die Mischtechnik von Polymerbitumen eingebracht.

Einführung

Die geschichtliche Entwicklung der Abdichtungen für Flachdächer

Die Konstruktion und Elemente eines Flachdaches

Einführung

Die Konstruktion und Elemente eines Flachdaches

Flachdächer sind extremen Belastungen ausgesetzt, diese sind witterungsbedingt oder durch Umwelteinflüsse, aber auch durch die Konstruktion bzw. Unterkonstruktion bedingt.

Flachdächer sind extremen Belastungen ausgesetzt, diese sind witterungsbedingt oder durch Umwelteinflüsse, aber auch durch die Konstruktion bzw. Unterkonstruktion bedingt.

Einführung

Einflüsse auf das Flachdach

Normen zur Ausführung von Abdichtungen

Normen

Normen zur Ausführung von Abdichtungen

Kontakt Redaktion Baunetz Wissen: wissen@baunetz.de
Baunetz Wissen Flachdach sponsored by:
Paul Bauder GmbH & Co. KG | Korntaler Landstraße 63 | 70499 Stuttgart | www.bauder.de