Aalto and Nature

Aalto and Nature

Tom Simons und Rainer Knapas (Hrsg.)

Birkhäuser, Basel 2026
240 Seiten, 130 Abb., 90 farb. Abb.
Format 20 x 28,5 cm, Hardcover
Sprache: Englisch

Preis: 48 EUR

ISBN 978-3-0356-2884-5

Alvar Aalto gilt als einer der bedeutendsten Architekten der Moderne. Sein sensibler Umgang mit natürlichen Materialien, organischen Formen und die enge Verbindung von Innen- und Außenraum sind prägende Merkmale seines Werks. Weniger bekannt ist vielleicht, dass Aalto nicht nur als Architekt, sondern auch als Landschaftsarchitekt tätig war. Die Natur war für ihn weit mehr als eine Kulisse und bildete einen integralen Bestandteil seiner Entwürfe. Das Buch Aalto and Nature von Tom Simons und Rainer Knapas widmet sich dieser Seite seines Schaffens und untersucht, wie Landschaft, Gartenkunst und Architektur in Aaltos Werk zusammenwirken.

Nach einer Einführung von Herausgeber Tom Simons beleuchten sechs weitere Kapitel unterschiedliche Schwerpunkte: von Aaltos Kindheit in den finnischen Wäldern über seine Auseinandersetzung mit Gartenkunst bis hin zu den Einflüssen mediterraner Landschaften und islamischer Gärten. Dabei folgt das Buch weitgehend seinem Lebensweg und rückt seine Reisen nach Schweden, Italien, Spanien und Marokko sowie die Begegnungen mit Wegbegleitern wie dem schwedischen Architekten Gunnar Asplund und Le Corbusier in den Vordergrund. Erst im späteren Teil des Buches werden auch Aino und Elissa Aalto thematisiert. Beide waren Architektinnen und wichtige Mitwirkende an Aaltos Werk. Ihre Rolle wird allerdings kaum behandelt; eine vertiefende Betrachtung wäre wünschenswert gewesen.

Essayistische Texte verschiedener Autor*innen, ausgewählte bekannte und weniger bekannte Projekte sowie ergänzende Skizzen, Zeichnungen, Plangrafiken und historische Aufnahmen veranschaulichen Aaltos Auseinandersetzung mit Gartenanlagen und landschaftlichen Vorbildern aus verschiedenen Ländern. Besonders anschaulich wird dies am Maison Louis Carré westlich von Paris: Die terrassierte Gartenanlage erinnert an ein antikes Amphitheater und greift Eindrücke seiner Reisen auf.

Zwischen den Kapiteln finden sich vier großformatige, teilweise doppelseitige Fotostrecken der Fotografin Elina Brotherus. Sie widmen sich unterschiedlichen Themen, darunter der finnischen Landschaft, der Natur in Aaltos Architektur und den Innen- und Außenbezügen seiner Bauten. Die Bildstrecke Classical Landscapes zeigt historische Bauwerke wie Tempel und Theater in Italien und Griechenland – Orte, die Aalto auf seinen Reisen besuchte und ihm als architektonische Vorbilder dienten. 

Auch wenn das Werk von Alvar, Aino und Elissa Aalto umfassend erforscht ist, eröffnet das Buch interessante Einblicke in die Zusammenhänge zwischen ihren Entwürfen, Reisen und landschaftlichen Vorbildern und kann somit auch für den heutigen Landschafts- und Gartenbau Anregungen bieten.

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Illustration der Hängenden Gärten von Babylon

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Grundlagen

Historisches zur Gebäudebegrünung

Hortus conclusus ist ein lateinischer Ausdruck und bedeutet übersetzt geschlossener oder vielmehr verschlossener Garten. Trotz der wörtlichen Übersetzung handelt es sich nicht um einen physischen Garten sondern um ein religiöses Symbol.

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Hortus conclusus

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