3D Printing and Material Extrusion in Architecture

Einen Großteil der Publikation nimmt das dritte Kapitel mit ausführlichen Case-Studies aus aller Welt ein.
Die 3D-gedruckte Fassade des UAE Pavilion in Almere ist recycelbar. Das Polypropylen kann nach der Nutzungszeit geschreddert und für einen neuen 3D-Druck verwendet werden.
Mithilfe der additiven Fertigung können Bauteile entsprechend ihrer statischen Anforderungen formoptimiert werden.

3D Printing and Material Extrusion in Architecture

Kostas Grigoriadis, Guan Lee

Construction and Design Manual
Januar 2024, DOM publishers, Berlin
225 x 280 mm, 384 Seiten, Englisch
ca. 650 Abbildungen, Hardcover mit Gummiband

Preis: 88 EUR

ISBN 978-3-86922-750-4

Der 3D-Druck gewinnt in der Architektur stetig an Relevanz. Ein entscheidender Vorteil dieser Technologie ist unter anderem ihr ökologisches Potenzial. Mit additiven Fertigungsverfahren lassen sich nicht nur bereits erprobte Materialien wie Kunststoffe, Beton oder Metall in flüssigem Zustand verarbeiten, sondern auch natürliche Baustoffe wie Lehm. Im Vergleich zu herkömmlichen Bauweisen ermöglicht der 3D-Druck die Herstellung komplexer Geometrien, Strukturen und Oberflächen, aber auch maßgenau angefertigter Bauteile – womit potenziell Material, Zeit und Kosten eingespart werden können.

In dem Buch 3D Printing and Material Extrusion in Architecture beschäftigen sich die beiden Architekten und Wissenschaftler Kostas Grigoriadis und Guan Lee mit dem gegenwärtigen Stand des 3D-Drucks in der Architektur. Während das erste Kapitel der Gegenwart und Zukunft der Technologie gewidmet ist, blicken sie im zweiten Kapitel auf ihre geschichtliche Entwicklung. Sie untersuchen die Möglichkeiten ebenso wie die Grenzen der Technologie – die, so die Autoren, sich stetig verändern und verschieben. Somit bildet das Handbuch lediglich den Stand der Technik zum Veröffentlichungszeitpunkt ab. Einen großen Teil des Handbuchs bilden die detaillierten Fallstudien zu 3D-gedruckten Gebäuden und Gebäudeelementen aus aller Welt: Es geht um verschiedene verwendbare Materialien, die Möglichkeit ihrer Anwendung, die Kombinierbarkeit von Bausubstanzen und auch die gestalterische Freiheit bei Architekturprojekten, die durch additive Fertigung entsteht.

Darüber hinaus liegt der Fokus der Publikation auf den ökologischen Aspekten der 3D-Drucktechnologie, dem Lebenszyklus und der grauen Energie der 3D-druckbaren Materialien im Vergleich zum konventionellen Gebäudebau. Die beiden Autoren arbeiten die Optionen und ökologischen Vorteile dieser neuen Bautechnik heraus und stellen Möglichkeiten dar, wie mit dieser Technik ressourcenschonend, emissionsarm und wirtschaftlich gearbeitet werden kann.


Kostas Grigoriadis und Guan Lee präsentieren mit diesem Band einen aktuellen und umfassenden Überblick über den Einsatz von 3D-Druck in der Architektur. Das umfangreiche Bildmaterial zeigt bereits realisierte Projekte wie etwa ein baustoffreduziertes Gebäude aus Lehm, eine dekorative Keramik-Fassade oder eine Fußgängerbrücke aus vier anpassbaren Metall-Baukomponenten in den Niederlanden. Detaillierte Skizzen zu unterschiedlichen 3D-Druckmaschinen, Abbildungen zu Materialstudien und Fotografien zu einzelnen Prozessschritten ergänzen das praxistaugliche Nachschlagewerk, das sich vor allem an Architekt*innen und Baufachleute richtet.

Quelle: Verlag

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