Solarspeicher

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Arten und Funktionsweisen

Solarspeicher sind Konstruktionen, die auf die spezifischen Betriebsbedingungen von Solarsystemen abgestimmt sind, sie:

  • sind hoch und schlank, um eine gute Temperaturschichtung zu erreichen
  • besitzen mehr Volumen als normale Wasserspeicher
  • sind besonders gut gedämmt
  • gewährleisten eine möglichst gute Wärmeübertragung aus dem Kollektor-Kreislauf und besitzen in der Regel zwei Wärmetauscher.
Je nach Ausführung der Solarthermie-Anlage werden unterschiedliche Bauformen eingesetzt.

Speicher für die Trinkwassererwärmung
  • Bivalente Druckspeicher
    sind an zwei Kreisläufe, den Solarkreislauf und den für die Nachheizung angeschlossen. Ein Wärmetauscher gibt die vom Kollektor kommende Wärme der Solarflüssigkeit an das Wasser im Speicher ab. Der andere Wärmetauscher erhitzt das Wasser durch den Heizkessel auf Solltemperatur.

  • Schichtenspeicher - eine Sonderform
    Solar erwärmtes Wasser wird auf ähnlichem Temperaturniveau wie das umgebende Speicherwasser abgegeben. Dadurch bleibt die Temperaturschichtung erhalten und der untere Teil des Speichers bleibt kalt -> Hoher Wirkungsgrad des Kollektors
Speicher für die Heizungsunterstützung (Pufferspeicher)
Im Pufferspeicher befindet sich Wasser des Heizungskreislaufs. Eine solare Erwärmung des Trinkwassers erfolgt über Wärmetauscher, die das Heizungswasser vom Trinkwasser trennen.

Kombispeicher (Tank-in-Tank-Speicher)
sind Pufferspeicher mit integriertem Trinkwasserspeicher. Sie speichern den solaren Wärmeeintrag sowohl für die Warmwasserbereitung als auch zur Heizungsunterstützung. Im oberen Teil des Pufferspeichers ist der Hauptteil des Brauchwasserspeichers integriert.

Kombispeicher mit Trinkwassererwärmung im Durchflussprinzip (Frischwasserspeicher)
verfügen statt eines innen liegenden Trinkwasserspeichers über eine Rippenrohrschlange oder über externe Plattenwärmetauscher zur fließenden Trinkwasserbe- und -entladung.

Bildnachweis: Buderus, Wetzlar