Handwerkliche Bearbeitung

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Eine fertig gestellte Betonoberfläche kann im Nachhinein bearbeitet werden, z.B. durch handwerkliche, mechanische und technische Maßnahmen. Sollen diese Behandlungen zum Einsatz kommen, müssen sie von Beginn an vorgesehen werden, da aufgrund des Korrosionsschutzes die Überdeckung des Betons zum Eisen ausreichend sein muss. Die frische Oberfläche wird durch Kratzen, Schleifen und Brechen angegriffen und das Korn in unterschiedlicher Größe freigelegt. Für die Betonüberdeckung gelten die Festlegungen der DIN 1045 -2.

Zu den handwerklichen Bearbeitungen gehören das

  • Bossieren
    Eine Fläche wird mit einem Bossierhammer oder dem Setzeisen ca. 5 bis 6 mm tief bearbeitet. Weiche Betone sind dafür Voraussetzung. Mit dem Setzeisen können die Kanten bearbeitet werden.

  • Spitzen
    Die Fläche wird mit Spitzeisen und Hammer Schlag für Schlag 5 bis 10 mm tief bearbeitet. Die entstandene Oberfläche ist rauh und aufgehellt, wie z.B. an der Außenhülle des Hochwasserpumpwerks Gassnerallee in Mainz.

  • Scharrieren
    Beim Scharrieren wird die Betonoberfläche mittels eines Scharriereisens oder einer Scharriermaschine gleichmäßig aufgeschlagen.

  • Stocken
    Bei gestockten Betonoberflächen wird mit Hilfe von Pressluftmeißeln eine Struktur erzeugt, wie z.B. am Sichtbeton der Mexikanischen Botschaft in Berlin.
Bildnachweis: Mineralogiemuseum, Münster