Fundamentplatten

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Fundamentplatten werden bei Flachgründungen auf schlechtem Untergrund vorgesehen, sind aber auch als Unterbau für Kellerbauten bei tragenden Böden zu empfehlen. Die Ausführung erfolgt in Stahlbeton. Die Platte wird auf einer Sauberkeits-/Magerbetonschicht oder direkt auf den Unterbau aufgelegt, der als mindestens 20 cm dicke Kapillarschicht aus Grobschotter eingebracht wird.

Bei stark stauendem Wasser und Grundwasser ist eine Weiße Wanne unbedingt erforderlich. Platte und Wanne werden in wasserdichtem Beton mit Armierung nach statischem Erfordernis hergestellt. Im Übergangsbereich horizontal-vertikal und an Ecken werden Fugenbänder oder Quellfugenbänder verlegt, um alle arbeitsbedingten Fugen wasserundurchlässig abzudichten. Beim Betonieren von Fundamenten oder Fundamentplatten empfiehlt es sich, Transportbeton zu verwenden. In Verbindung mit einer Spezialpumpe spart das Zeit und Geld.

Die Feuchteisolierung erfolgt mit diffusionsdichten Folien aus Polyethylen (PE), seltener aus Polyvinylchlorid (PVC). Bei Bodenplatten, an die kein Keller anschließt, muss auf jeden Fall zusätzlich noch eine Wärmedämmung eingebaut werden. Eine Wärmedämmung kann inzwischen auch unter der Bodenplatte angeordnet werden. Hierzu dürfen allerdings nur Dämmstoffe verwendet werden, die mit einer Allgemeinen Bauaufsichtlichen Zulassung des Deutschen Instituts für Bautechnik ausgezeichnet sind. Diese bauaufsichtlich zugelassenen Dämmstoffe bestehen aus feuchtigkeitsresistenten Materialien wie Schaumglas, Polyurethanschaum (PU-Schaum) oder Polystyrol (PS), die auch als Perimeterdämmung bezeichnet werden. Oberhalb von Bodenplatten und Abdichtungen werden unterschiedliche Dämmmaterialien wie zum Beispiel Polystyrolschaum („Styropor“) oder Mineralfaserdämmstoffe eingesetzt.