Anforderungen an Weiße Wannen
Für die Planung von Weißen Wannen (aus WU-Beton) ist die Definition der Nutzung und die Beanspruchungsart eines Gebäudes ausschlaggebend. Die Anforderungen an die Weißen Wanne regeln die DIN 1045 Tragwerke aus Beton, Stahlbeton und Spannbeton und die DIN 1055 Einwirkungen auf Tragwerke nur unzureichend. Deshalb wurden die Richtlinien vom Deutschen Ausschuss für Stahlbeton in der DAfStb-Richtlinie „Wasserundurchlässige Bauwerke aus Beton“ geregelt.
Vom Planer ist in Abstimmung mit dem Bauherrn bzw. in Abhängigkeit von der Funktion und der angestrebten Nutzung die Nutzungsklasse A oder B festzulegen.
- Nutzungsklasse A
Wasserdurchtritt in flüssiger Form ist nicht zulässig,
Feuchtstellen auf der Bauteiloberfläche als Folge von Wasserdurchtritt sind auszuschließen.
- Nutzungsklasse B
Feuchtstellen im Bereich von Trennrissen,
Sollrissquerschnitten und Fugen sind zulässig
Für das anstehende Wasser werden zwei Klassen unterschieden, die Beanspruchungsklasse ist abhängig von den Baugrundeigenschaften und dem Bemessungswasserstand:
- Beanspruchungsklasse 1:
drückendes und nicht drückendes Wasser und zeitweise aufstauendes Sickerwasser
- Beanspruchungsgruppe 2:
bodenfeuchte und nicht stauendes Sickerwasser
Sickerwasser
Nach DIN 18195-1 Bauwerksabdichtungen - Teil 1: Grundsätze, Definitionen, Zuordnung der Abdichtungsarten ist der Bemessungswasserstand „der höchste, nach Möglichkeit aus langjähriger Beobachtung ermittelte Grundwasserstand/Hochwasserstand“. Eine oberflächliche Beurteilung beim Bodenaushub ist eine Momentaufnahme und reicht hierfür nicht aus. Zusätzlich muss ein möglicher chemischer Angriffsgrad des Grundwassers bzw. Bodens ermittelt werden, der dann in den Expositionsklassen XA1 bis XA3 (chemischer Angriff) berücksichtigt wird.
Als Planungshilfe bietet sich das Merkblatt „Expositionsklassen von Beton“ an, das Sie von der Webseite Beton.org herunterladen können (siehe Surftipps).
Surftipps
www.dafstb.de > WU-Richtlinie
www.beton.org
