Schroeder-Diffusoren (Prinzip)

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Während der Entwurf diffus reflektierender geometrischer Strukturen üblicherweise Inhalt der speziellen raumakustischen Planung ist, sind Diffusoren, die nach dem Prinzip der λ/2-Transformation wirken (Schroeder-Diffusoren), als industrielle Erzeugnisse verfügbar. Bei diesen handelt es sich um eine Aneinanderreihung verschieden tiefer, kastenförmiger Hohlräume.

Größte Strukturtiefe und -breite bestimmen sich aus der niedrigsten Frequenz fu, für die diffuse Reflexionen verlangt werden. Näherungsweise muss dabei die größte Strukturtiefe dmax etwa einer halben Wellenlänge entsprechen, d.h.:

    dmax ≈ 170 / fu [m]
Das bedeutet, dass für eine untere Frequenzgrenze von z.B. 500 Hz Einbautiefen von ca. 0,35 m verlangt werden. Die Festlegung der einzelnen Strukturtiefen erfolgt nach Verteilungsgesetzen der Zahlentheorie (Quadratic Residue Diffusers QRD) und ermöglicht gute Diffusität in einem relativ breiten Frequenzbereich (etwa bis zu 4 Oktaven).