Ableitfähigkeit

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Operationssäle, Räume mit Hochfrequenz-Chirurgie, EDV-Räume oder andere Bereiche mit besonders hohen Anforderungen an die Sicherheit, benötigen einen ableitfähigen Bodenbelag um elektrostatische Entladungen auszuschließen. Gemäß EN 14041 Elastische, textile und Laminatböden - Wesentlich Eigenschaften bzw. EN Elastische Bodenbeläge - Bestimmung des elektrischen Widerstandes gelten Bodenbeläge dann als ableitfähig, wenn der Durchgangswiderstand oder der häufig auch angegebene Oberflächenwiderstand ≤ 109Ω ist. Verschiedene Hersteller bieten speziell entwickelte Bodenbeläge dafür an – egal ob textil, elastisch oder keramisch.

Ab einer Raumgröße von ca. 8 – 10 m² müssen ableitfähige Bodenbeläge nicht leitfähig geklebt werden oder durch weitere geeignete Maßnahmen, wie z.B. durchlaufende Kupferbänder o.ä., leitfähig gemacht werden. In aller Regel ist die Leitfähigkeit durch einen Vorstrich bereits im Belag enthalten. Zu beachten ist, dass eine Ableitung elektrostatischer Aufladungen nur bei durchgehender Leitfähigkeit aller Schichten und Werkstoffe gewährleistet ist.

Definitionen gemäß EN 14041:

  • Elektrostatisch ableitende/ableitfähige Bodenbeläge: Durchgangswiderstand ≤ 109Ω (ISO 10965)
  • Elektrisch leitfähige Bodenbeläge: Durchgangswiderstand ≤ 106Ω (ISO 10965)
  • Antistatische Bodenbeläge: Körperspannung ≤ 2 kV

Surftipps

www.baunetzwissen.de/Fliesen > Sonderanwendungen: Ableitfähige Böden