Aussichtsturm im Oerliker Park/CH

Spindeltreppe mit Hohlzylinder

Gallerie

Wer den Park jetzt besucht, wird enttäuscht sein. Nichts vermittelt dem Laien und dem erwartungsvoll gespannten Fachmann etwas von dem Konzept, das sich hinter den "paar dürren Stämmchen und dem Schotterbelag" verbirgt und das dazu beigetragen hat, dass die Landschaftsarchitekten mit den Architekten diesen Auftrag als Wettbewerbsgewinn für sich verbuchen konnten. Der Oerliker Park liegt in einer disparaten Umgebung und soll später die verdichtete Blockrandbebauung in Zürichs Norden, auch als "Glatttalstadt" (immerhin sechstgrößte Agglomeration der Schweiz) bezeichnet, zentrieren helfen. Inmitten einer künstlichen Landschaft mit aufgeschütteten Flächen, Autobahnzubringern etc. müssen die zukünftigen Gebäude, die den Platz rahmen werden, noch entworfen werden. Das landschaftsplanerische Konzept arbeitet mit diesen misslichen Voraussetzungen und versucht gar nicht, falsche Landschaften vorzutäuschen. Es besteht im wesentlichen aus 5 Elementen:

  • etwa 1000 Eschen, die in 20-30 Jahren ein grünes Dach über der Fläche bilden werden,
  • einer Lichtung in der Mitte des Platzes, die über die mittlere Strasse hinweggreift und einen Ort der Geselligkeit ausbildet,
  • einem roten kleinen Betonpavillon als Bühne, Festort, WC, Kochnische und Spielfläche,
  • einem blauen Brunnenbalken,
  • einem dunkelblauen Aussichtsturm.
Treppe
Der Turm ist das weithin sichtbare Wahrzeichen des Parks und Zürichs Norden. Wenn im Laufe der Jahre das Blätterdach sich über der Platzfläche schliessen wird, durchstösst der Turm als Vertikale diese künstliche Natur. Der Turm dient gewissermassen als Klammer zwischen Stadt und Land. Das Entwurfs- und Konstruktionsprinzip ist denkbar einfach: Entlang eines Stahlbetonhohlkörpers windet sich in etwa sieben 360°-Drehungen eine Stahlwangentreppe spindelförmig zum Aussichtspodest hoch. Der Kopf des Turms besteht aus einer zweigeschossigen Stahlkonstruktion als Dach und einer weiteren Aussichtsplattform. Der Treppenlauf selbst wird begleitet von einfachen Edelstahlgeländern mit Stabgeländerfüllung. Gegen unwillkommene Tauben und Spatzen, für sich entwickelnde Rankgewächse und zudem als optischer Halt für nicht ganz Schwindelfreie wurde ein Maschendrahtgewebe über den Zylinder gezogen.

Bildnachweis: Giorgio von Arb

Bautafel

Architekt: Sabina Hubacher, Christoph Haerle, CH-Zürich
Weitere Projektbeteiligte Zulauf Seippel Schweingruber, CH-Baden (Landschaftsarchitekten); Pius Vollenweider, Zürich (Bauleitung Hochbau); Klaus Schneider, CH-Bachenbüchach (Tragwerk)
Bauherr: Tiefbau- und Entsorgungsdepartement Stadt Zürich
Standort: Birchstrasse, Zürich
Fertigstellung: 2001
Treppentyp: Spindeltreppe mit "Betonhohlspindel"
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Die Treppenskulptur im Innenhof der Mailänder Universität

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Temporäre Skulptur Scale Infinite in Mailand

Konstruktion aus sechs vorgefertigten ineinander geschobenen Treppen

Die sechs Meter hohe Wendeltreppe entwickelt sich aus einem ovalen Treppenauge und bildet den Mittelpunkt des Schankraumes

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Gewendelte Treppe als dynamische Rauminstallation

Der optisch endlos weiterführende Weg ist eine Täuschung: Erreicht man einen bestimmten Punkt, endet die Treppe abrupt

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Der hölzerne Pavillon am Flussufer ist öffentlich begehbarer Raum, Installation und Veranstaltungsort zugleich

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Treppe, Treffpunkt, Theaterbühne

Vom Wartebereich der Lobby führt eine eingespannte zweiläufige Treppe mit freiem Wendepodest in die darüberliegende Behandlungsebene. Dahinter der Ausblick in den ruhigen Innenhof des Medizinzentrums.

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Zweiläufige Treppe mit freigespanntem Wendepodest

Die neue Treppe als Hauptzugang zu allen Ebenen verbirgt sich hinter dem expressiven roten Empfangstresen.

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Die fächerförmige Aufspreizung der Deckenleuchten unterstreicht die mehrfach gekurvte Bewegungsrichtung der Haupttreppe

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Blick auf den Treppenturm mit dem holzverkleideten Aufzugskern.

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Messe-Stadion (Eishalle) in Dornbirn

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Kreuzweise wurden die Trittstufen gegen Glasbruch unterspannt

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"Dreiecks-Ohren"

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Dreiläufige Treppenanlage

Einfach und schnell konnte die Haupt-Tragkonstruktion aus Stahlbetonfertigteilen aufgestellt werden

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Die Bewegungsströme der auf- und absteigenden Besucher verlaufen getrennt.

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Aussichtsturm in Stuttgart

Einläufig gekurvte Treppen als Doppelhelix

Zwischen hohen Wänden aus Weißbeton steigt der Friedhofsbesucher zu den neuen Urnengräbern.

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Mehrläufige gerade Treppe mit Zwischenpodesten

Auch wenn der Turm heute noch etwas verloren im Blau des Nachmittaghimmels steht, werden in ein paar Jahren die Baumkronen diesen optisch in das Gesamtkonzept einbinden.

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Aussichtsturm im Oerliker Park/CH

Spindeltreppe mit Hohlzylinder

Gesamteindruck der Halle

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Die unteren zwei Drittel sind aus Stein, das letzte Drittel aus Stahl und Glas

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