Faktoren/Kategorien des nachhaltigen Bauens

Kosten, Ressourcen und Behaglichkeit

Gallerie

Um die Anforderungen an die Nachhaltigkeit von Gebäuden umsetzen zu können, wurden drei Kategorien bestimmt:

  • Die ökonomischen Bewertung
    Zur ökonomischen Bewertung gehören außer den Anschaffungs- und Errichtungskosten auch die Baufolgekosten. Diese Folgekosten wirken sich bei der Betrachtung der Lebenszykluskosten oftmals negativ aus, da z.B. hohe Nutzungskosten (für Heizung, Warmwasser, Strom...) oder Wartung-/Instandhaltungskosten mit einfließen. Ebenfalls berücksichtigt werden die Rückbaukosten.

  • Die ökologische Bewertung
    Bei der ökologischen Bewertung wird außer der Ressourcenschonung auch der optimale Einsatz von Bauprodukten und -materialien berücksichtigt. Die Verbrauchsreduzierung von Medien (Wasser, Strom, Heizung...) spielt dabei eine genauso wichtige Rolle wie die verringerte Belastung der Umwelt. Zur Bewertung gehören auch die Flächeninanspruchnahme des Gebäudes, der Primärenergieaufwand und das Treibhauspotenzial.
  • Die sozio-kulturelle Bewertung
    Außer den ästhetischen und gestalterischen Faktoren gehören zur sozio-kulturellen Bewertung vor allem die Behaglichkeit und der Gesundheitsschutz. So haben neben der thermischen (Raumtemperatur), akustischen (Schallschutz) und visuellen (Beleuchtung) Behaglichkeit auch die Verwendung von emissionsarmen Bauprodukten Einfluss auf das Gebäude bzw. dessen Bewohner und Nutzer.
Bildnachweis: Baunetz, Berlin

Fachwissen zum Thema

Wer nachhaltig Bauen möchte, sollte Baustoffe wählen, die aus nachwachsenden, gut recyclebaren und lange verfügbaren Rohstoffen bestehen (Bild: Schafwolle).

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Baustoffe/​-teile

Auswahl der Baustoffe

Verschiedene Kriterien beeinflussen die Einordnung in punkto Nachhaltigkeit: Die Rohstoffe, der Energieaufwand, die Recyclingfähigkeit, aber auch der materialgerechte Einsatz im Bauwerk.

Das Hochhaus Bolueta im spanischen Bilbao entspricht dem Passivhaus-Standard.

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Energieverbrauch und Baustandards

Ziel der verschiedenen Kategorien von Gebäuden ist die Minimierung des Energieverbrauchs und eine nach Möglichkeit (mindestens) den Bedarf deckende Erzeugung von Wärme und Strom.

Übernutzter Wald 1925

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Ursprung des Begriffs Nachhaltigkeit

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Durch innerstädtische Verdichtung und Aufstockung werden vorhandene Strukturen genutzt und Freiflächen geschont (Abb.: Paragon-Apartments in Berlin-Prenzlauer Berg)

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Blick gen Süden am Bahnhof Ørestad auf das jüngste Stadtviertel Kopenhagens

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Faktoren/Kategorien des nachhaltigen Bauens

Zur sozio-kulturellen Bewertung gehören ästhetische und gestalterische Faktoren, aber auch Behaglichkeit und Gesundheitsschutz (im Bild: Modernisierung eines Wohnquartiers aus den 1930er Jahren in Hamburg-Wilhelmsburg, Architektur: kfs - krause feyerabend sippel partnerschaft, Lübeck).

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Wie belastend für die Umwelt sind die Baumaterialien, die Errichtung und der Betrieb eines Gebäudes? Welche Kosten sind damit verbunden und wie behaglich lässt sich dort wohnen oder arbeiten?

Energiekennzahl

Das Verhältnis Gebäudehülle zu Gebäudefläche hat einen großen Einfluss auf die Energiekennzahl.

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Energiebilanz

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Die Klimadaten setzen sich zusammen aus der Globalstrahlung, Temperatur, Luftfeuchte und Wind.

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