Porenbetonsysteme

Gallerie

Porenbeton ist prädestiniert für den Elementbau. Das Herstellungsverfahren ermöglicht die Fertigung vielfältiger Bauelemente:

  • Wandelemente
  • Wandtafeln (Wandbauteile)
  • Deckenplatten
  • Dachplatten
  • Formteile wie Stürze, Ringanker, Schornsteine und auch Treppen.

Alle Bauelemente (wahlweise mit Nut und Feder) werden aufgrund der Passgenauigkeit in Stumpfstoßtechnik und mit Dünnbettmörtel (MG III) versetzt. Die Baumethode wie auch die guten Wärme-, Schall,- und Brandschutzeigenschaften (bis F 180 A) von Porenbeton an sich ermöglichen homogene, fugendichte einschalige Konstruktionen. Porenbeton erleichtert zusätzlich durch sein geringes Eigengewicht die Montage der Großformate. Alle Elemente werden nach Montage mit Fugenbeton verfugt.

Wandelemente
Es werden verschiedene Wandelemente aus Porenbeton angeboten, so zum Beispiel großformatige Steine im Standard-Format 62,5 x B x 62,5 cm mit zusätzlich lieferbare Passelementen, die weniger Verschnitt und eine gute Ausführungssicherheit beim Überbindemaß gewährleisten. Die Passelemente sind z. T. einseitig profiliert. Bei diesen Wandsystemen können pro Kranhub bis zu 0,78 m² Mauerwerk erstellt werden.

Wandtafeln
Wandtafeln aus Porenbeton können mit großformatigen Elementen für Dach, Decke und Wand kombiniert werden. Je nach Bauvorhaben sind auch konfektionierte Pass-, Brüstungs- und Giebelelemente aus System-Wandelementen bzw. mit vorgefertigten Kombistürzen zur Öffnungsüberdeckung erhältlich. Zusätzlich stehen Ausgleichsteine zum Höhenausgleich in der Kimmschicht zur Verfügung. Für leichte innere Trennwände bieten sich geschosshohe Trennwandelemente als wirtschaftliche Lösung an. Diese Systeme werden zum Beispiel mit einer Höhe von 2,60 m bei Breiten bis zu 3,00 m angeboten. Die Dicken variieren ebenso, möglich sind Ausführungen von 15 cm bis 36,5 cm.

Deckenplatten
Elementgrößen von bis zu 7,50 m Länge und 75 cm Breite (150 – 300 mm dick) sind aus Porenbeton herzustellen. Bewehrt mit Betonstahlmatten reichen die Spannweiten (Festigkeitsklasse P 4,4), abhängig von den Verkehrslasten, bis zu 6,40 m. Deckenplatten dürfen mit Kragarmausbildung hergestellt werden, Wärmebrücken an Balkonplatten werden von den Herstellern ausgeschlossen.

Mit einem Überbeton aus Normalbeton können Deckenplatten auch zu einer statischen Scheibe (Aufnahme der Horizontalkräfte) ausgebildet werden. Bei ein- und zweigeschossigen Gebäuden darf der Überbeton auch fehlen, wenn eine Reihe von konstruktiven Maßnahmen (u. a. Begrenzung der Stützweite, der Geschosshöhe, Ringanker) erfüllt sind.

Dachplatten
In ihren Maßen entsprechen Dachplatten den Deckenplatten, sie sind allerdings immer bewehrt. Die Platten eignen sich für Flach- und geneigte Dächer unterschiedlicher Art, können mit Auskragungen von 300 mm (ohne besondere Vorkehrungen) bis 2,00 m verlegt werden. Bei geneigten Dächern werden die Platten in Firstrichtung versetzt und auf tragenden Schottenwänden verankert. Bei einem symmetrischen Dach heben sich die Abgleitkräfte über den First-Ringanker auf. Die Wände werden nicht auf Schub sondern nur auf Druck belastet.

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