Innenbauteile: Allgemeines zum Brandschutz

Herstellung des notwendigen Feuerwiderstands

Je höher und größer Holzbauten werden, umso mehr Bedeutung kommt der Leistungsfähigkeit von Innenbauteilen zu, die einzelne Nutzungseinheiten voneinander abgrenzen und Rettungswege sicherstellen. Entsprechend sind ihre wichtigsten Aufgaben der Brandschutz und der Schallschutz. Um die Übertragung von Luftschall, Rauchgasen und Gerüchen zu verhindern, sind Trennwände und Geschossdecken luftdicht auszuführen.

Gallerie

Brandschutz
Um die notwendige Feuerwiderstandsdauer tragender und raumabschließender Bauteile herzustellen, gibt es im Holzbau unterschiedliche Strategien:

  • Kapselung: Holzkonstruktionen werden mit Brandschutzbekleidungen umhüllt (z.B. Kapselung K260: Bekleidung mit zwei Lagen Gipsbauplatten mit Gesamtstärke 36 mm).
  • Dimensionierung auf Abbrand: Vollholz (Nadelholz) verbrennt mit etwa 0,8 mm/min von außen nach innen. Sichtbare Tragwerksteile können so dimensioniert werden, dass sie nach einer bestimmten Feuerwiderstandsdauer immer noch über einen ausreichenden Querschnitt verfügen.
  • Hybridkonstruktionen: Bauteile oder Gebäudeteile werden mit nichtbrennbaren Materialien kombiniert (z.B. Holz-Beton-Verbunddecken, Treppenhauskerne aus Stahlbeton etc.).
Autor: Stefan Krötsch

Fachwissen zum Thema

Holzkonstruktionen erlauben eine weitgehende Vorfertigung großer Bauteile, die dann auf der Baustelle in kürzester Zeit montiert werden können (im Bild: Holzhaus Lynarstr., geplant von Schäferwenningerprojekt, Berlin).

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Einführung

Bauen mit Holz in der Stadt

Die Leistungsfähigkeit des nachwachsenden Baumaterials und die Möglichkeiten der Vorfertigung machen es prädestiniert für neuen Wohnraum und urbane Verdichtung.

Holz-Beton-Verbund-System bei einem Dachgeschossausbau in Singen: Die vorhandenen Nadelholzbalken mit Spannweiten bis zu fünf Metern boten keine ausreichende Tragreserve, und die hohe Eigenschwingung der Decke musste beruhigt werden. Der Architekt löste die Probleme mithilfe des pumpfähigen Betons von Cemex Deutschland und dem Holz-Beton-Verbundsystem Elascon V-HB-S.

Holz-Beton-Verbund-System bei einem Dachgeschossausbau in Singen: Die vorhandenen Nadelholzbalken mit Spannweiten bis zu fünf Metern boten keine ausreichende Tragreserve, und die hohe Eigenschwingung der Decke musste beruhigt werden. Der Architekt löste die Probleme mithilfe des pumpfähigen Betons von Cemex Deutschland und dem Holz-Beton-Verbundsystem Elascon V-HB-S.

Holzbausysteme

Holz-Beton-Verbunddecken

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Trennwände zwischen Nutzungseinheiten werden im Holzbau oft mehrschalig ausgeführt, denn die hauptsächliche Beanspruchung ist Luftschallübertragung. Die Beschaffenheit der Bekleidung (Masse, Steifigkeit), die Art der Befestigung (Schallentkoppelung) und die Anzahl der Schichten bestimmen die Wirksamkeit des Schallschutzes.

Trennwände zwischen Nutzungseinheiten werden im Holzbau oft mehrschalig ausgeführt, denn die hauptsächliche Beanspruchung ist Luftschallübertragung. Die Beschaffenheit der Bekleidung (Masse, Steifigkeit), die Art der Befestigung (Schallentkoppelung) und die Anzahl der Schichten bestimmen die Wirksamkeit des Schallschutzes.

Wärme-/​Schall-/​Brandschutz

Innenbauteile: Schallschutz

Der Leichtigkeit des Holzbaus begegnet man, in dem man Bauteile schwerer macht, um die Körperschallübertragung zu reduzieren. Mehrschalige Aufbauten mindern Luftschallübertragung.

Der Gesetzgeber fordert neben dem ersten baulichen Rettungsweg einen zweiten (im Bild: Gebäude C13 in Berlin, geplant von Kaden Klingbeil Architekten).

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Rettungskonzepte für Holzbauten

Welche Fluchtwege sind notwendig, wie lassen sich diese einfach umsetzen und welche Möglichkeiten der Kompensation gibt es?

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Wärmebrücken und Luftdichtheit

In Bezug auf die Gebäudehülle unterscheidet sich das Konstruieren mit Holz von Konstruktionen aus Beton, Stahl oder Mauerwerk grundsätzlich dadurch, dass Tragwerksteile in der Dämmebene angeordnet sein oder die Dämmebene durchdringen können, ohne problematische Wärmebrücken zu verursachen (im Bild: Akademie der GIZ in Bonn-Röttgen, Waechter + Waechter Architekten)

In Bezug auf die Gebäudehülle unterscheidet sich das Konstruieren mit Holz von Konstruktionen aus Beton, Stahl oder Mauerwerk grundsätzlich dadurch, dass Tragwerksteile in der Dämmebene angeordnet sein oder die Dämmebene durchdringen können, ohne problematische Wärmebrücken zu verursachen (im Bild: Akademie der GIZ in Bonn-Röttgen, Waechter + Waechter Architekten)

Anders als bei Konstruktionen aus Beton, Stahl oder Mauerwerk können Tragwerksteile aus Holz in der Dämmebene angeordnet sein oder sie durchdringen, ohne problematische Wärmebrücken zu verursachen.

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Sichtbare Tragwerksteile können so dimensioniert werden, dass sie nach einer bestimmten Feuerwiderstandsdauer immer noch über einen ausreichenden Querschnitt verfügen.

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Planung Brandschutz

Je früher die Vorstellungen des Architekten bzw. seines Bauherrn mit den baurechtlichen Anforderungen abgeglichen werden, umso eher können Abweichungen festgestellt, ggf. Alternativen aufgezeigt oder Kompensationen hinsichtlich ihrer Wirksamkeit und ihres Kostenfaktors untersucht werden.

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Das ganzheitliche Brandschutzkonzept begleitet im Idealfall das Bauvorhaben von der ersten Entwurfsskizze bis hin zur Fertigstellung und Übergabe an den Bauherrn.

Brandschutzkonzepte

Baulicher, anlagentechnischer, abwehrender und organisatorischer Brandschutz sind die Bestandteile eines ganzheitlichen Konzeptes.

Ingenieurholzbau

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