Brandschutzkonzepte

Die Bestandteile eines ganzheitlichen Konzeptes

Ein Brandschutzkonzept wird im Rahmen der Genehmigungsplanung erstellt. Der Fokus liegt in der Reduzierung der Anforderungen an den baulichen Brandschutz durch geeignete Kompensationsmaßnahmen. Diese Maßnahmen sind objektspezifisch frühzeitig in Absprache mit der Feuerwehr und der Baubehörde zu planen. Die Sicherstellung der optimalen Bedingungen für die Flucht und Rettung der Anwohner stellt ein Flucht- und Rettungskonzept dar, welches ein beherrschbares Brandszenario gewährleistet.

Bestandteile eines ganzheitlichen Brandschutzkonzeptes:

  • Baulicher Brandschutz
  • Anlagentechnischer Brandschutz
  • Abwehrender Brandschutz
  • Organisatorischer Brandschutz
Abweichungen von den Anforderungen der Landesbauordnung müssen im Brandschutzkonzept benannt werden. Der Umgang mit diesen Abweichungen wird in folgender Grafik erläutert:


Weitere Informationen zu konstruktiven Einflüssen, schallschutztechnischer Vorbemessung und Bauteilaufbauten sind in der Schrift Brandschutzkonzepte für mehrgeschossige Gebäude in und Aufstockungen vom Informationsdient Holz, Holzbau Handbuch Reihe 3, Teil 5, Folge 1 zu finden (siehe Surftipps).

Autorenschaft: Holzbau Deutschland Institut / Abbildungen: Informationsdienst Holz, Düsseldorf

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In Bezug auf die Gebäudehülle unterscheidet sich das Konstruieren mit Holz von Konstruktionen aus Beton, Stahl oder Mauerwerk grundsätzlich dadurch, dass Tragwerksteile in der Dämmebene angeordnet sein oder die Dämmebene durchdringen können, ohne problematische Wärmebrücken zu verursachen (im Bild: Akademie der GIZ in Bonn-Röttgen, Waechter + Waechter Architekten)

In Bezug auf die Gebäudehülle unterscheidet sich das Konstruieren mit Holz von Konstruktionen aus Beton, Stahl oder Mauerwerk grundsätzlich dadurch, dass Tragwerksteile in der Dämmebene angeordnet sein oder die Dämmebene durchdringen können, ohne problematische Wärmebrücken zu verursachen (im Bild: Akademie der GIZ in Bonn-Röttgen, Waechter + Waechter Architekten)

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Sichtbare Tragwerksteile können so dimensioniert werden, dass sie nach einer bestimmten Feuerwiderstandsdauer immer noch über einen ausreichenden Querschnitt verfügen.

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Trennwände zwischen Nutzungseinheiten werden im Holzbau oft mehrschalig ausgeführt, denn die hauptsächliche Beanspruchung ist Luftschallübertragung. Die Beschaffenheit der Bekleidung (Masse, Steifigkeit), die Art der Befestigung (Schallentkoppelung) und die Anzahl der Schichten bestimmen die Wirksamkeit des Schallschutzes.

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Je früher die Vorstellungen des Architekten bzw. seines Bauherrn mit den baurechtlichen Anforderungen abgeglichen werden, umso eher können Abweichungen festgestellt, ggf. Alternativen aufgezeigt oder Kompensationen hinsichtlich ihrer Wirksamkeit und ihres Kostenfaktors untersucht werden.

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Das ganzheitliche Brandschutzkonzept begleitet im Idealfall das Bauvorhaben von der ersten Entwurfsskizze bis hin zur Fertigstellung und Übergabe an den Bauherrn.

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