Außenwandaufbau: Beispiele

Ausführungsarten und Langlebigkeit

Außenwände im Holzbau werden in der Regel als diffusionsoffene Bauteile ausgeführt. Häufig werden Tafelbauwände als Außenwände verwendet, denn die Gefache zwischen den Ständern lassen sich mit kostengünstiger Dämmung befüllen. Außerdem lassen sich damit sehr schlanke Außenwandaufbauten umsetzen. Die Ständer der Tafelbauwände bieten eine leistungsfähige Unterkonstruktion für verschiedene hinterlüftete oder kompakte Fassadenaufbauten, außerdem für Vordächer und andere Fassadenapplikationen.

Gallerie

Am robustesten und langlebigsten verhalten sich Außenwände mit hinterlüfteter Fassadenbekleidung.

Massivholzwand
Werden Außenwände als Massivholzkonstruktionen mit Brettstapelholz, Brettsperrholz oder Furnierschichtholz ausgeführt, werden sie in der Regel außenseitig gedämmt. Die Außenseite der Massivholzkonstruktion bildet dabei oft die luft-/dampfdichte Schicht, indem die Stöße abgedichtet werden (bei Brettsperrholz und Furnierschichtholz) oder eine zusätzliche Folie oder luftdichte Holzwerkstoffplatte verbaut wird (bei Brettstapelkonstruktionen).

Die Dämmschicht kann aus harten Dämmplatten bestehen und direkt auf der Massivholzwand befestigt werden. Entweder wird sie direkt als Wärmedämmverbundsystem verputzt oder die Unterkonstruktion eines hinterlüfteten Fassadenaufbaus wird mit Distanzschrauben oder Schwertern in die Massivholzwand befestigt.

Ein besonders robuster Fassadenaufbau ergibt sich, wenn auf die Massivholzwand Ständer und/oder Riegel aufgebracht werden, deren Zwischenräume ausgedämmt werden können, und die nach außen mit einer Holzfaserplatte oder einer Fassadenbahn diffusionsoffen, aber winddicht abgeschlossen sind. Hinterlüftete oder kompakte Fassadenaufbauten können dann analog zu Tafelbauwänden im Ständerwerk befestigt werden.

Autor: Stefan Krötsch

Fachwissen zum Thema

Der konstruktive Holzschutz greift auf den Erfahrungsschatz einer Jahrtausende alten Bautradition zurück. Für Holzhäuser in alpiner Region typisch sind weite Dachüberstände.

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Holzschutz

Allgemeines zum konstruktiven Holzschutz

Der konstruktive Holzschutz greift auf den Erfahrungsschatz einer Jahrtausende alten Bautradition zurück; heute zählen Energieverluste und Langlebigkeit.

Die Holzkonstruktion dieses Wohnhauses ist ein kombinierter Skelett- und Holztafelbau (Baugruppenprojekt 3XGrün in Berlin, 2011; Architektur: IfuH - Institut für urbanen Holzbau, Atelier PK, Roedig Schop Architekten, Rozynski Sturm Architekten).

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Holzbausysteme

Tafelbau/Rahmenbau

Diese Art der Wandkonstruktion ist in Mitteleuropa weit verbreitet: Sie ist materialeffizient und kann kostengünstig hochwärmedämmend ausgeführt werden.

Brettsperrholz eignet sich sehr gut für Wandelemente. Um vertikale Lasten optimal abtragen zu können, müssen die Decklagen stehend angeordnet sein.

Brettsperrholz eignet sich sehr gut für Wandelemente. Um vertikale Lasten optimal abtragen zu können, müssen die Decklagen stehend angeordnet sein.

Bauteile

Wand- und Deckenelemente aus Brettsperrholz

Brettsperrholzelemente eignen sich gut für hohlraumfreie, kompakte Wandaufbauten. In Kombination mit Brettsperrholzdecken sind die Verbindungsdetails einfach ausführbar.

Beim Projekt „Anbau und Sanierung Waschhaus” in Steffisburg nach Plänen von Dällenbach Ewald Architekten kam eine Brettstapelwand zum Einsatz.

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Bauteile

Wand- und Deckenelemente aus Brettstapelholz

Die als Lamellen bezeichneten Vollholzbretter sind 20 bis 60 mm stark. Die Wandstärke beschränkt sich auf die Breite der vernagelten, verdübelten oder verleimten Bretter.

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Die durchlaufenden Balkone binden die unterschiedlichen Fensteröffnungen zu einer homogenen Fassade zusammen

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Kann ein fünfgeschossiges Wohnhaus für 13 Parteien mitten in der Innenstadt aus Holz gebaut, individuellen Wünschen angepasst und...

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Einführung: Vertikale und horizontale Elemente

Tabelle 1: Vertikale Elemente (Wände, Stützen)

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Holzbausysteme beinhalten größtenteils flächige Decken-, Dach- und Wandelemente, die in der Regel aus vorgefertigten Bauteilen zusammengesetzt sind.

Außenwandaufbau: Beispiele

Fassade in Holztafelbauweise beim temporären Holzbau B-Part am Gleisdreieck in Berlin (Scharabi Architekten, 2019)

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Die Ständer der Tafelbauwände bieten eine leistungsfähige Unterkonstruktion für hinterlüftete oder kompakte Fassadenaufbauten.

Geneigte Dächer

Geneigte Dächer werden meist als hinterlüftete, diffusionsoffene Konstruktion ausgeführt, unabhängig vom Tragwerk des Daches.

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Meist werden geneigte Dächer als hinterlüftete, diffusionsoffene Konstruktion ausgeführt. Die Neigung ermöglicht den thermischen Auftrieb der unter der Dachhaut erwärmten Luft.

Flachdächer

Der Werkstoff Holz wird bei flach und flach geneigten Dächern seit Jahrzehnten eingesetzt.

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Die Planung und Ausführung eines Flachdachs in Holzbauweise setzt eine umfassende Kenntnis über das Materialverhalten, insbesondere des Feuchte- und Holzschutzes voraus.

Wand- und Deckenelemente aus Brettstapelholz

Beim Projekt „Anbau und Sanierung Waschhaus” in Steffisburg nach Plänen von Dällenbach Ewald Architekten kam eine Brettstapelwand zum Einsatz.

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Die als Lamellen bezeichneten Vollholzbretter sind 20 bis 60 mm stark. Die Wandstärke beschränkt sich auf die Breite der vernagelten, verdübelten oder verleimten Bretter.

Wand- und Deckenelemente aus Brettsperrholz

Brettsperrholz eignet sich sehr gut für Wandelemente. Um vertikale Lasten optimal abtragen zu können, müssen die Decklagen stehend angeordnet sein.

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Brettsperrholzelemente eignen sich gut für hohlraumfreie, kompakte Wandaufbauten. In Kombination mit Brettsperrholzdecken sind die Verbindungsdetails einfach ausführbar.

Holztafel: Beplankte Systeme

Holztafeln sind komplett vorgefertigte Bauteile.

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Die Vorfertigung der Elemente im Werk umfasst in der Regel den Einbau von Dämmung, Fenster und Türen; je nach Bauvorhaben ist die Vorfertigung weiterer Schichten zu prüfen.

Kastendecke (Hohlkastendecke)

Beispiel Kastenelement: Der statisch wirksame Verbund des Rahmens und der oberen und unteren Beplankungsebene wird als Kasten bezeichnet.

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Bei diesem vorgefertigten Element wird der statisch wirksame Verbund des Rahmens und der oberen und unteren Beplankungsebene als Kasten bezeichnet.

Holz-Beton-Verbunddecke (HBV-Decke)

Untersicht einer Holz-Beton-Verbunddecke: Die hybriden Bauteile ermöglichen eine ideale Ausnutzung der Eigenschaften von Holz und Beton.

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Die hybriden Bauteile bestehen aus Holzelementen, die mit einer darüber liegenden Stahlbetonplatte einen schubfesten Verbund herstellen.

Balkendecke

Holzbalkendecke in einem Altbau: Je größer der Balkenabstand, desto stärker ist die Schalung.

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Eine Balkenlage überspannt die Decke, die aufliegende Schalung überspannt den Balkenzwischenraum: eine  einfache und wirtschaftliche Deckenkonstruktion.

Boden, Auskragungen

Bodenplatten und Kellerdecken von Holzbauten sind meist aus Stahlbeton und unterscheiden sich nicht von konventionellen Konstruktionen.

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Die Bodenplatten von Holzbauten sind meist aus Stahlbeton. Bei Auskragungen eines Gebäudes wie beispielsweise Erkern ist auf die Anschlüsse besonders zu achten.

Treppen

Holz ist im Treppenbau eines der ältesten verwendeten Materialien (Bild: Holztreppe in einem Berliner Altbau).

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Holz ist neben Naturstein das älteste verwendete Material im Treppenbau. Als Bauarten unterschieden werden aufgesattelte Treppen und Blocktreppen.

Nachhaltiger Gewerbebau

Ökologisch und wirtschaftlich: Neue Möglichkeiten im Objekt- und Gewerbebau mit konstruktiven geklebten Vollholzprodukten.

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