Erweiterung des Wellnessbereichs Hotel am Holand in Au

Sauna und Infinity-Pool mit Bergpanorama

Die 2.044 Meter hohe Kanisfluh zählt zu den spektakulärsten Bergen im Bregenzerwald. Mit ihrer markanten Felsflanke und einem faszinierenden Blick auf das Alpenpanorama zieht sie viele Wanderer und Urlauber in ihren Bann. Wer länger als einen Tag bleiben will, findet im Hotel am Holand in Sichtweite des Berges, oberhalb des kleinen Örtchens Au, eine moderne Unterkunft. Zuerst nur aus einem Holzschindelhaus aus dem 19. Jahrhundert bestehend, wurde das Hotel im Jahr 2007 umfassend modernisiert und um ein zweites Gästehaus ergänzt. Eine Lobby mit Kamin und Bar verbindet beide Häuser. Nun gestaltete das Lustenauer Büro Firm Architekten auch den bisherigen Wellnessbereich komplett neu.

Gallerie

Verbindung von Tradition und Moderne
Das historische Haupthaus wurde dafür rückwärtig zum Hang verlängert. Um den Bestand optisch nicht zu beeinträchtigen, erhielt der Anbau eine Fassade aus vertikalen Holzlatten. Ein durchgezogenes Dach vereint alt und neu. Die frühere Wellnessfläche ist zu einem geräumigen Ruheraum mit Eichenholzboden, Deckenpaneelen aus Lodenstoff und einer Wandverkleidung aus Zirbelkiefer geworden. Das im Zirbelholz enthaltene, natürliche ätherische Öl verströmt einen angenehmen Duft, der entspannend und schlaffördernd wirken soll. Große Fensterflächen öffnen den Blick auf die Berglandschaft, der dank eines eingebauten Podestes auch von den hinteren Liegereihen aus genossen werden kann.

Ein in dunklen, warmen Farben gestalteter Kern beherbergt Duschen, Infrarot-Raum und finnische Sauna. Der Boden besteht im gesamten Anbau aus anthrazitfarbenem Bitumen-Terrazzo. Nach Westen sind eine hölzerne Sauna und ein zwölf Meter langer, sogenannter Infinity-Pool platziert. Dessen Wasseroberfläche erreicht die Oberkante der abgesenkten Beckeneinfassungen, sodass ein Eindruck von Unendlichkeit entsteht. Die Hotelgäste schwimmen parallel zum Hang mit eindrucksvollem Blick auf die Kanisfluh. Östlich des Anbaus befindet sich ein geschützter Außenbereich, wo eine Dusche sowie ein Kneipp- und ein Tauchbecken für Abkühlung nach dem Saunieren sorgen.

Heizung: Klimafreundliche Biomasse ersetzt Heizöl
Mit dem Umbau des Hotels wurde die Heizung auf erneuerbare Energien umgestellt. Bauherren und Architekt folgten damit der Zielsetzung des österreichischen Bundeslands Vorarlberg, den Energiebedarf der Region bis zum Jahr 2050 ausschließlich durch regional verfügbare Energiequellen zu decken. Die zehn Jahre alte Ölheizung des Hotels, die jährlich 10.000 Liter Heizöl verbrauchte, wurde durch einen modernen Hackgutkessel ergänzt, der seinen Brennstoff aus der näheren Umgebung bezieht. Der Ölkessel wird nicht mehr genutzt, kann aber als Notheizung oder zur Abdeckung von Spitzenlasten jederzeit wieder in Betrieb genommen werden.

Damit die Hotelgäste während der Anlieferung der Hackschnitzel nicht von Staub und Lärm beeinträchtigt werden, sind die Heizanlage und das Brennstofflager fünzig Meter vom Hotelgebäude entfernt im Bereich der Parkplätze in den Hang eingebaut. Eine Nahwärmeleitung verbindet die Heizzentrale mit dem Hotel. Die Hackschnitzelheizung mit einer Leistung von 100 kW beheizt nicht nur die zehn Doppelzimmer und zwei Junior-Suiten, sie liefert auch warmes Wasser für die Sanitär- und Kücheninstallationen sowie den Außenpool.

Bautafel

Architekten: Firm Architekten, Lustenau
Projektbeteiligte: AWA Installationen, Au (Konzept, Installation und Betrieb Hackschnitzelheizung)
Bauherr: Hotel am Holand, Familie Simma
Fertigstellung: 2018
Standort: Holand 24, 6883 Au im Bregenzerwald, Österreich
Bildnachweis: Adolf Bereuter, Dornbirn

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