Fernwärme

Die Wärme zur Deckung des Heizwärmebedarfs von mehreren Gebäuden, wird zentral in einem Fernheiz-(kraft-)werk erzeugt. Als Wärmeträger wird Warm- oder Heißwasser bzw. Dampf mit Temperaturen bis ca. 180 °C und einem Druck bis ca. 40 bar verwendet, das über ein Rohrleitungssystem (Fernwärmenetz) zu den einzelnen Verbrauchern transportiert wird. Moderne Fernwärmeversorgungen werden mit Wassertemperaturen bis max. 120 °C betrieben; in solchen Fällen ist dann auch der Einsatz von Kunststoffrohren (z.B. VPE) möglich.

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Die Versorgung der Gebäude mit Fernwärme erfolgt zumeist indirekt, mittels Übergabestation. Diese besteht hauptsächlich aus einem Wärmetauscher wie Gegenstromapparat, oder einem Dampfumformer, usw. Neben der Verwendung von Übergabestationen sind auch kleinere Wärmenetze, u.a. zur Nahwärmeversorgung, mit direktem Anschluss an das Heiznetz der zu versorgenden Gebäude im Einsatz.

Eine Fernwärmeversorgung ermöglicht die Verteilung von umweltfreundlich erzeugter Wärme, z.B. durch Kraft-Wärme-Kopplung (KWK). Dies ist ein besonderer Vorteil, da die derzeit verfügbaren KWK-Anlagentechnik, wie Blockheizkraftwerke und Heizkraftwerke, meist die Auskopplung großer Wärmemengen erfordern.

Repräsentative Untersuchungen der SWM (Stadtwerke München) haben ferner gezeigt, dass mit Einsatz von Fernwärme für Gebäude der 30er, 60er und 90er Jahre des letzten Jahrhunderts Kosteneinsparungen von 75 EUR/m² BGF am baulichen Wärmeschutz (im Vergleich zur Ölbeheizung) bei Komplettsanierungen gem. § 13 EnEV erzielbar sind.

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