Reederei Ahrenkiel in Hamburg

Klassische Lochfassade

In direkter Nähe zur Alster liegt das Verwaltungsgebäude des Hamburger Schifffahrtsunternehmers Christian F. Ahrenkiel. Unter seinem Dach beherbergt es verschiedene Firmen. Das Architekturbüro PSP konzipierte das Gebäude in der Tradition der Kontorhäuser und ordnete es in die vorhandene Struktur der umgebenden Blockrandbebauung ein. Funktionalität und Schlichtheit bestimmen sein Äußeres. Mit Abmessungen von 45 x 28 m verfügt es über insgesamt sechs Vollgeschosse.

Gallerie

Zur Alsterseite und 1,40 m über Straßenniveau liegt der Haupteingang, der über eine Treppe erreichbar ist. Von hier gelangen die Nutzer in das großzügig angelegte Foyer mit mittiger Erschließungs- und Versorgungszone. Zu beiden Seiten dieses Kerns sind die Büroflächen angeordnet. Sie sind so konzipiert, dass sie eine möglichst hohe Flexibilität in der Anordnung und Unterteilung der Arbeitsplätze gewährleisten. Die fünf darüber liegenden Geschosse sind ähnlich wie das Erdgeschoss organisiert; unterscheiden sich jedoch durch geschossweise versetzt angeordnete Wintergärten zur Hofseite. Insgesamt stehen 5.200 m² Geschossfläche für die rund 150 Mitarbeiter zur Nutzung zur Verfügung. Eine 140 m² große Dachterrasse erlaubt einen weiten Blick über den Fluss und das Umland. Im Untergeschoss ist ein Dreifachparksystem geplant.

Oberstes Planungsziel war es, trotz eines hohen gebäudetechnischen Standards den Primärenergieverbrauch in Bezug auf Lüftung und Klimatisierung auf ein Minimum zu senken. Hierzu dient die Nutzung der Decken über die Betonkernaktivierung zum Heizen und Kühlen. Eine natürliche Belichtung der Räume in Verbindung mit einer tageslichtabhängigen Beleuchtung reduziert den Energiebedarf zusätzlich.

Fassade/Fensterelemente
An der Außenfassade zur Alster hin wechseln sich Glas und heller Naturstein in regelmäßigen Abständen ab. Realisiert wurde eine klassische Lochfassade, in die bodentiefe Holz-Aluminium-Fenster mit absturzsichernder Verglasung und Fassadenelemente eingestellt sind. Konstruktiv handelt es sich um eine Pfosten-Riegel-Fassade mit Abdeckprofilen aus Bronze eloxiertem und mikropoliertem Aluminium. Bei Sonneneinstrahlung erscheint sie wie aus Messing.

Der Blendschutz ist in die Fassade integriert, außen liegende Jalousien gewährleisten den notwendigen Sonnenschutz. Eine selbstreinigende Beschichtung auf den Außenseiten der Verglasung sorgt dafür, dass Schmutzablagerungen bei Regen abgespült werden. Sowohl die Fassaden als auch die Fensterelemente sind als stehende Formate ausgebildet. Dadurch erscheint das längliche Gebäude bei äußerer Betrachtung insgesamt höher.

Für die Hofseite wurde die Fassadengestaltung grundsätzlich übernommen, jedoch durch flächenbündig eingesetzte Ganzglaselemente ergänzt. In unregelmäßigen Abständen reichen die Glasflächen über mehrere Geschosse, was zu einer Auflockerung der Fassade führt. Ausgeführt ist sie ebenfalls als Pfosten-Riegel-Fassade mit einer Sonnenschutzverglasung.

Bautafel

Architekten: PSP Architekten Ingenieure, Hamburg
Projektbeteiligte: G2 Landschaft, Hamburg (Planung Außenanlagen); Planungsgruppe M+M AG, Böblingen (Gebäudetechnik); Bernhard Lübbers, Hamburg (Bodenbeläge/Raumausstattung); List-Notholt-Partner, Hamburg (Beleuchtungsplanung), Schindler, Roding (Fenster/Fassade); Pilkington, Gladbeck (Glas); FSB, Brakel (Beschläge)
Fertigstellung: 2008
Standort: An der Alster 45, Hamburg
Bildnachweis: Klaus Frahm, Hamburg

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