Wohnhaus Freebooter in Amsterdam

Differenziertes Tages- und Kunstlichtsystem

Das Zeeburgereiland im Osten Amsterdams ist eine künstlich angelegte Landmasse in der Bucht Ijmeer. Seit einiger Zeit wird hier ein ganz neues Wohnquartier mit Schulen, Einkaufsmöglichkeiten und einer gut vernetzten Verkehrsinfrastruktur ausgebaut. Wo heute zahlreiche Apartment- und Reihenhäuser mit Wasserblick entstehen, lag einst die Einfahrtschneise der niederländischen Marine. Die Lage und der historische Kontext veranlassten das Architekturbüro GG-loop, die Schiffsthematik auf den Entwurf für ein Reihenendhaus zu übertragen, das den Namen Freebooter (Niederländisch für Freibeuter) trägt.

Gallerie

Fließende Formen bestimmen die Außenwirkung
Das kürzlich fertiggestellte Projekt sticht mit geschwungenen Formen hervor, die dem Rumpf eines Holzschiffs ähneln. Während das eigentlich raumbildende Volumen quaderförmig und großflächig verglast ist, dominieren in der Außenwirkung vorgehängte Holzlamellen die Fassaden. Die vertikal gereihten Latten wecken den Anschein eines zu den Seiten und nach oben hin gewölbten Baukörpers. Organisch geformte Ausschnitte wurden darin so platziert, dass das Tageslicht zielgerichtet gestreut wird. Die Lamellen dienen dabei als Sicht- und Sonnenschutz oder als Brüstung. Sie folgen den gerundeten Ecken der schmalen Balkone, die sich an der Stirnseite des Hauses befinden, und ragen in der Vertikalen über das Gebäude hinaus.

Zwei Apartments sind auf drei Vollgeschossen und einem Staffelgeschoss untergebracht und jeweils 120 Quadratmeter groß. Die Konstruktion setzt sich aus vorgefertigten Brettschichtholz- und Stahlbauteilen zusammen. Innerhalb von nur drei Wochen konnte der Rohbau errichtet werden. Die rechteckige Grundfläche gliedert sich auf jeder Ebene in einen innen liegenden Küchen- beziehungsweise Sanitärkern, um den die Wohn- und Schlafräume gruppiert sind. Die Eingänge zu den beiden Wohnungen sind separiert.

Auch im Gebäudeinnern sollen maritime Assoziationen geweckt werden: Decken, Wände und Treppen der beiden Apartments sind aus hellem Holz, die Ausschnitte darin abgerundet, ganz so, als befinde man sich unter Deck. Eine sorgfältige Detaillierung und Ausführung fällt dabei in allen Bereichen ins Auge – von den maßgefertigten Einbauküchen aus Holz, über die Wahl der Sanitärobjekte und Armaturen bis hin zum Beleuchtungskonzept.

Elektro: Ausgeklügeltes Beleuchtungskonzept
Das Thema Licht spielte bei der Konzeptfindung eine zentrale Rolle. Die Position der Holzlamellen vor der Fassade wurde nach einer ausführlichen Studie so gewählt, dass im Innenraum eine optimale Lichtverteilung und die Wahrung der Privatsphäre trotz der großzügigen Verglasung gewährleistet ist.

Auch bei der künstlichen Beleuchtung wurde die Planung keinesfalls dem Zufall überlassen. Eine ausgeklügelte Verteilung von Leuchten sorgt in den innenliegenden Bädern, Küchen und Flurbereichen für eine angenehme Raumatmosphäre. Sie kommen in Form von Einzelspots, Pendelleuchten und LED-Schienensystemen zum Einsatz. Letztere kontrastieren in der Farbe Schwarz zum hellen Holz des Innenausbaus. Passend dazu wurden schwarze Schalter und Steckdosen sowie Bad- und Küchenarmaturen ausgewählt. 32 Solarpaneele auf dem Dach ergänzen das Energiekonzept des Wohnhauses. Mit einer Neigung von 10 Grad sind sie sind nach Osten und Westen ausgerichtet. -ik

Bautafel

Architektur: GG-loop, Amsterdam
Projektbeteiligte: Pieters Bouwtechniek, Amsterdam (Tragwerksplanung); Mabutec, Snelrewaard (Installationstechnik); JF Totaaltechniek, Hilversum (Elektroinstallation); Jung, Schalksmühle (Schalter LS 990 in Dark)
Bauherrschaft:
Freebooter, Amsterdam
Fertigstellung:
2019
Standort: John Blankensteinstraat, Amsterdam
Bildnachweis: Francisco Nogueira, Lissabon

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Das Architekturbüro GG-loop hat in Amsterdam ein Wohnhaus mit maritimen Bezügen geplant. Das Projekt trägt den Namen Freebooter (Freibeuter).

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