Wohnhaus im Taunus

Zweiläufige Treppe in gläsernem Zwischentrakt

Das für eine große Familie konzipierte Wohngebäude gliedert sich in zwei Teile: ein verklinkertes rechteckiges "Langhaus" und ein halbrunder, weiß verputzter Solitär. Die Aufteilung in zwei Gebäudeteile hatte den Vorteil ein ungestörtes Familienleben zu ermöglichen, da sich Kinder- und Erwachsenenräume in verschiedenen Trakten befinden. Ruhige Bereiche wie Musikzimmer und Bibliothek befinden sich am Ende der Gebäude. Durch die Hanglage sind beide Gebäudeteile um ein halbes Geschoss versetzt angeordnet und werden mit einem komplett verglasten Treppenhaus verbunden.

Treppe
Die zweiläufige Treppe mit Zwischenpodesten verbindet das Splitlevel zwischen den Gebäuden und stellt gleichzeitig eine Zäsur dar. Der verglaste Zwischenraum erlaubt den ungestörten Blick auf den alten Baumbestand des Grundstücks. An der "Schaltstelle" des Hauses liegt die Treppe wie frei eingespannt im Tageslicht. Die schwarz lackierten Stahlwangen mit eingehängten Holzstufen werden ergänzt durch Kniegurtgeländer mit Holzhandläufen.

Bildnachweis: Archiv des Architekten

Bautafel

Architekt: Prof. Christoph Mäckler, Frankfurt a.M., Berlin
Bauherren: nicht genannt
Standort: Taunus
Fertigstellung: 1990
Treppentyp: zweiläufig gerade