Wärmedämmverbundsystem

Wärmedämmverbundsysteme (WDVS) sind Systeme mit aufeinander abgestimmten Baustoffen für die außenseitige Montage an Außenwänden von Gebäuden. Das Kernstück, das die grundlegenden Eigenschaften des Systems bestimmt, ist der Dämmstoff. Je nach verwendetem Dämmstoff kommen unterschiedliche Putze und Putzstärken zum Einsatz.

Gallerie

Der eigentliche Dämmstoff wird meist als Platte mithilfe von Kleber und Dämmstoffdübeln auf der tragenden Wand angebracht. Auf der Platte befindet sich meist eine Armierungsschicht mitsamt einem Armierungsgewebe, den Abschluss des WDVS bildet ein Außenputz.

Dämmstoffe, die in einem WDVS zum Einsatz kommen, müssen hohen Ansprüchen genügen, viele Materialien kommen schon aufgrund ihres Brandverhaltens oder ihres Wasseraufnahmevermögens nicht infrage. Möglich Dämmstoffe für WDVS sind u.a.: Holzfaser, Kork, Hanf, Schilf, Gras, Perlite, Mineralwolle , Mineralschaum, Polystyrol-Hartschaum, Polystyrolpartikel-Schaum, Polystyrolextruder-Schaum, Polyurethan-Hartschaum oder auch Vakuumdämmplatten.

WDVS sind vom Deutschen Institut für Bautechnik in Berlin (DIBt) bauaufsichtlich zugelassen und werden nur von Herstellern von WDVS geliefert. Die Anbringung sollte von qualifizierten Handwerkerinnen und Handwerkern erfolgen, zum Selbstbau kann nicht geraten werden.

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Dämmstoffe

Polyurethan-Hartschaum (PU)

Die Norm DIN EN 13165 Wärmedämmstoffe für Gebäude - Werkmäßig hergestellte Produkte aus Polyurethan-Hartschaum (PU) -...

Immer häufiger sind WDVS-Fassaden erkennbar, deren Fläche beispielsweise durch Algenbefall „verschmutzt“ sind

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Schäden/​Mängel

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Eine Variante der Besfestigung ist das Kleben. Dabei werden die Wärmedämmplatten mit einem speziell auf den Untergrund abgestimmten Klebemörtel befestigt.

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Wand

WDVS-Befestigungen

Faktoren wie die Beschaffenheit des Untergrunds oder die Art des gewählten Wärmedämmstoffs entscheiden über die Befestigungsweise von Wärmedämmverbundsystemen.

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