EnEV: Anforderungen an Bestandsgebäude

Die Anforderungen an bestehende Gebäude und Anlagen sind u.a. im § 9 Änderung, Erweiterung und Ausbau von Gebäuden und in der dazugehörenden Anlage 3 der Energieeinsparverordnung (EnEV) geregelt. Bei Bestandsgebäuden besteht neben dem ganzheitlichen EnEV-Nachweis weiterhin die Möglichkeit eines einfachen Bauteilnachweises, wenn nicht alle Bauteile und Flächen von der Sanierung betroffen sind. Nach Anlage 3 müssen die festgelegten Höchstwerte der Wärmedurchgangskoeffizienten eingehalten werden.

Gallerie

Allerdings zeigt die aktuelle Fassung der EnEV auch Augenmaß bei Bestandsbauten und besagt z.B. unter Pkt. 4 in der Anlage 3, dass im Bestand von den Anforderungen abgewichen werden kann, wenn die einbaubaren Dämmschichtdicken aus technischen Gründen und im begründeten Fall begrenzt sind (siehe auch Beitrag Dämmstoffe: Eigenschaften, Anwendungen, Kennwerte). In dieser Situation gilt, dass nach den anerkannten Regeln der Technik die höchstmögliche Dämmschichtdicke eingebaut wird und der Dämmstoff eine Wärmeleitfähigkeit von λ 0,035 W/(mK) besitzt.

Für den Fall, dass nur Teilflächen saniert oder repariert werden müssen, gilt die 10%-Regel: Das bedeutet, dass eine energetische Ertüchtigung auf die aktuellen Standards erst dann notwendig wird, wenn mehr als 10% einer Bauteilfläche betroffen sind.



Gegenüberstellung der errechneten Qualitäten zum Transmissionswärmeverlustes HT und des Jahres-Primärenergiebedarfs QP zum modernisierten Altbau, EnEV-Neubaustandard
Quelle: Dr.-Ing. Thomas Duzia, Wuppertal

Fachwissen zum Thema

Übersicht einiger üblicher Dämmstoffe für unterschiedliche Anwendungsbereiche

Übersicht einiger üblicher Dämmstoffe für unterschiedliche Anwendungsbereiche

Wärmeschutz

Dämmstoffe: Eigenschaften, Anwendungen, Kennwerte

Wichtiger Bestandteil des energieeffizienten Bauens und Wärmeschutzes sind die Dämmstoffe. Die Rohdichten [kg/m³] und die daraus...

Übersicht der üblichen Wärmeübergangswiderstände auf der Innen- und Außenseite von Außenbauteilen und gegen Erdreich nach DIN EN ISO 6946 Bauteile - Wärmedurchlasswiderstand und Wärmedurchgangskoeffizient - Berechnungsverfahren

Übersicht der üblichen Wärmeübergangswiderstände auf der Innen- und Außenseite von Außenbauteilen und gegen Erdreich nach DIN EN ISO 6946 Bauteile - Wärmedurchlasswiderstand und Wärmedurchgangskoeffizient - Berechnungsverfahren

Wärmeschutz

Der U-Wert als bauphysikalische Kenngröße

Zur Vergleichbarkeit der wärmeschutztechnischen Qualität von Hüllflächen, wie z.B. Dach, Wand, Fenster oder der Bodenplatte, wird...

Vorgaben nach §5 des EEWärmeG zur anteiligen Nutzung von erneuerbaren Energien bei Neubauten

Vorgaben nach §5 des EEWärmeG zur anteiligen Nutzung von erneuerbaren Energien bei Neubauten

Wärmeschutz

EnEV: Grundlagen und Ziele

Energetischer WärmeschutzGrundlage zur energetischen Planung von Gebäuden bildet seit 2002 die Energieeinsparverordnung (EnEV)....

Kontakt Redaktion Baunetz Wissen: wissen@baunetz.de

Baunetz Wissen Boden sponsored by:
Deutsche FOAMGLAS®  | www.foamglas.com
Zum Seitenanfang

Aufgaben und Ziele von Wärme- und Feuchteschutzneu

Der Feuchteschutz spielt eine wesentliche Rolle, um einen funktionierenden Wärmeschutz zu gewährleisten.

Der Feuchteschutz spielt eine wesentliche Rolle, um einen funktionierenden Wärmeschutz zu gewährleisten.

Bauliche Mängel resultieren meist aus Fehlern, die einen bauphysikalischen Ursprung haben. Wer mit Planung und Ausführung befasst ist, sollte die Eigenschaften der Baustoffe und die klimatischen Prozesse kennen.

Nachrüstpflicht nach GEG: Dämmung der obersten Geschossdeckeneu

Im Wortlaut des GEG sind Eigentümer von Wohngebäuden sowie von Nichtwohngebäuden, die nach ihrer Zweckbestimmung jährlich mindestens vier Monate lang und auf Innentemperaturen von mindestens 19 Grad Celsius beheizt werden, dazu verpflichtet, zugängliche Decken beheizter Räume zum unbeheizten Dachraum (oberste Geschossdecken) zu dämmen.

Im Wortlaut des GEG sind Eigentümer von Wohngebäuden sowie von Nichtwohngebäuden, die nach ihrer Zweckbestimmung jährlich mindestens vier Monate lang und auf Innentemperaturen von mindestens 19 Grad Celsius beheizt werden, dazu verpflichtet, zugängliche Decken beheizter Räume zum unbeheizten Dachraum (oberste Geschossdecken) zu dämmen.

In welchen Fällen besteht für Eigentümer von bestehenden Gebäuden die Verpflichtung, die oberste Geschossdecke gegen unbeheizte Räume oder das Dach zu dämmen, welche Ausnahmen gibt es?

Dämmung erdberührter Bauteileneu

Da die Bodenplatte ans Erdreich grenzt, erfahren die Wärmeströme eine Dämpfung aus dem beheizten Bauwerk heraus.

Da die Bodenplatte ans Erdreich grenzt, erfahren die Wärmeströme eine Dämpfung aus dem beheizten Bauwerk heraus.

Wenn Wand und Bodenplatte an Erdreich grenzen, erfahren die Wärmeströme aus dem beheizten Bauwerk heraus eine Dämpfung. Wie wirkt sich das auf die Planung aus?

Materialeigenschaften und Wärmeschutz

Die Wärmeleitfähigkeit des Baustoffs Beton mit einer mittleren Rohdichte von 1.800 - 2.200 kg/m³ liegt bei 1,15 - 1,65 W/mK

Die Wärmeleitfähigkeit des Baustoffs Beton mit einer mittleren Rohdichte von 1.800 - 2.200 kg/m³ liegt bei 1,15 - 1,65 W/mK

Grundlage des Wärmeschutzes und des energetisch optimierten Bauens bilden Baustoffe mit materialtypischen Eigenschaften, wie der...

Der U-Wert als bauphysikalische Kenngröße

Der U-Wert bildet die Grundlage für die energetische Bewertung von allen Außenbauteilen, die beheizte Innenräume von Außenräumen oder unbeheizten Innenräumen abgrenzen (Abb.: PHED - Passivhaus Engeldamm in Berlin-Kreuzberg, Scarchitekten, 2012)

Der U-Wert bildet die Grundlage für die energetische Bewertung von allen Außenbauteilen, die beheizte Innenräume von Außenräumen oder unbeheizten Innenräumen abgrenzen (Abb.: PHED - Passivhaus Engeldamm in Berlin-Kreuzberg, Scarchitekten, 2012)

Dieser Wert bildet die Grundlage für die energetische Bewertung von allen Außenbauteilen, die beheizte Innenräume von Außenräumen oder unbeheizten Innenräumen abgrenzen.

Wärmetransportmechanismen

Bei einem Gebäude treten Wärmeströme vom beheizten zum unbeheizten Innenraum bzw. dem Außenraum auf (Abb.: ehem. Zollverein School of Management and Design in Essen, Sanaa, 2006).

Bei einem Gebäude treten Wärmeströme vom beheizten zum unbeheizten Innenraum bzw. dem Außenraum auf (Abb.: ehem. Zollverein School of Management and Design in Essen, Sanaa, 2006).

Da Baustoffe luftgefüllte Kammern bzw. Poren besitzen, überlagern sich die unterschiedlichen Wärmetransportmechanismen.

Absorption und Wärme auf Oberflächen

Aufteilung von auftreffender Globalstrahlung in reflektierte, absorbierte und durchgelassene Strahlung

Aufteilung von auftreffender Globalstrahlung in reflektierte, absorbierte und durchgelassene Strahlung

Außenbauteile und deren Oberflächen sind latent unterschiedlichen umweltbedingten Einflüssen ausgesetzt (z.B. klimatischen...

Winterlicher Wärmeschutz: Grundlagen und Ziele

Bei zerklüfteten Bauten steigt neben der Erhöhung der Hüllfläche auch der Einfluss von Wärmebrücken bzw. Durchdringungspunkten an Fassaden und Dächern (Abb.: Bürogebäude am Potsdamer Platz, Berlin).

Bei zerklüfteten Bauten steigt neben der Erhöhung der Hüllfläche auch der Einfluss von Wärmebrücken bzw. Durchdringungspunkten an Fassaden und Dächern (Abb.: Bürogebäude am Potsdamer Platz, Berlin).

Über die Ausrichtung, das Verhältnis der Flächen, den Öffnungsanteil und die Hüllfläche beeinflussen Planerinnen und Planer bereits beim Entwurf eines Gebäudes den Heizenergiebedarf.

Wärmebrücken: Grundlagen

Wärmeverluste im Mauerfuß, an Stürzen und Fenstersimsen

Wärmeverluste im Mauerfuß, an Stürzen und Fenstersimsen

Als Wärmebrücken werden örtlich begrenzte Bereiche in der wärmeübertragenden Hülle eines Bauwerks bezeichnet, die eine höhere...

Wärmebrücken: Arten

Fassade mit einem gedübelten WDVS: Im Bereich der Dübel kommt es aufgrund der Wärmebrückeneffekte zu höheren Wärmeströmen und damit zur punktuellen Trocknung; den Algen wird die Lebensgrundlage entzogen

Fassade mit einem gedübelten WDVS: Im Bereich der Dübel kommt es aufgrund der Wärmebrückeneffekte zu höheren Wärmeströmen und damit zur punktuellen Trocknung; den Algen wird die Lebensgrundlage entzogen

Materialbedingte WärmebrückenMaterialbedingte Wärmebrücken entstehen bei zusammengesetzten Bauteilen, wie z.B. einer Fachwerkwand...

Wärmebrücken: Planungshinweise

Für die thermische Trennung bietet die Industrie unterschiedliche Einbauteile an, wie z.B. Isolationskörbe für auskragende Betonplatten.

Für die thermische Trennung bietet die Industrie unterschiedliche Einbauteile an, wie z.B. Isolationskörbe für auskragende Betonplatten.

Wie lassen sich Wärmebrücken vermeiden bzw. deren Einfluss in der energetischen Bilanzierung reduzieren?

Wärmebrücken-Bilanzierung im EnEV-Nachweis

Mit der Energieeinsparverordnung §7 Mindestwärmeschutz, Wärmebrücken wurde auch die Bewertung der punkt- oder linienbezogenen...

Dämmungsysteme und deren Wirkung

Schematischer Temperaturverlauf in unterschiedlichen Wandaufbauten; monolithische Wand links, Mitte von außen gedämmte Wand, rechts Wand mit Innendämmung

Schematischer Temperaturverlauf in unterschiedlichen Wandaufbauten; monolithische Wand links, Mitte von außen gedämmte Wand, rechts Wand mit Innendämmung

Zur Reduzierung des Wärmeenergiebedarfs in einem Gebäude ist die Dämmung von Fassade, Dach und Bodenplatte eine der wichtigsten...

Dämmstoffe: Eigenschaften, Anwendungen, Kennwerte

Übersicht einiger üblicher Dämmstoffe für unterschiedliche Anwendungsbereiche

Übersicht einiger üblicher Dämmstoffe für unterschiedliche Anwendungsbereiche

Wichtiger Bestandteil des energieeffizienten Bauens und Wärmeschutzes sind die Dämmstoffe. Die Rohdichten [kg/m³] und die daraus...

Dämmstoffe in der Übersicht

Aerogel

Aerogel

Dämmstoffe haben die Aufgabe, die Wärmeübertragung durch Bauteile zu reduzieren. Bei der Auswahl des geeigneten Dämmstoffs spielen...

Nachhaltiges Bauen mit Dämmstoffen

Für das nachhaltige Bauen muss bei der Dämmauswahl nicht nur die Wärmeleitfähigkeit zur Erfüllung der rechtlichen Vorgaben...

Sommerlicher Wärmeschutz: Grundlagen und Ziele

Durch die Ausrichtung der Fenster zu den Himmelsrichtungen nehmen Planerinnen und Planer bereits in einer frühen Phase Einfluss auf das sommerliche Aufwärmverhalten (Abb.: Hafencity Hamburg).

Durch die Ausrichtung der Fenster zu den Himmelsrichtungen nehmen Planerinnen und Planer bereits in einer frühen Phase Einfluss auf das sommerliche Aufwärmverhalten (Abb.: Hafencity Hamburg).

Das im November 2020 eingeführte GEG übernahm die Anforderungen der EnEV. Der § 14 beschreibt in fünf Punkten die Vorgaben und Voraussetzungen für Neubaumaßnahmen.

Sommerlicher Wärmeschutz: Nachweis und Berechnung

Vergleich der Abminderungsfaktoren des Sonnenschutzes nach DIN 4108-2

Vergleich der Abminderungsfaktoren des Sonnenschutzes nach DIN 4108-2

SonneneintragskennwerteDie Ermittlung zum sommerlichen Wärmeschutz erfolgt über den Sonneneintragskennwert. Der vorhandene...

Sommerlicher Wärmeschutz: Kennwerte und Bauteile

Schematische Darstellung der anrechenbaren wirksamen Schichtdicken einer massiven Wand

Schematische Darstellung der anrechenbaren wirksamen Schichtdicken einer massiven Wand

Ein wesentlicher Faktor zur Beurteilung der Konstruktion unter sommerlichen Bedingungen stellt die Art der Konstruktion von...

Sommerlicher Wärmeschutz: Wärmeeintrag und Bauteilerwärmung

Glastafel aus Zweischeiben-Sonnenschutzglas: Die menschlichen Wärmestrahlen passieren nicht die Glastafel

Glastafel aus Zweischeiben-Sonnenschutzglas: Die menschlichen Wärmestrahlen passieren nicht die Glastafel

Unter sommerlichen Bedingungen haben die Art und Weise, wie Gebäude und Räume konstruiert sind, wesentlichen Einfluss auf die...

Sommerlicher Wärmeschutz: Der g-Wert der Verglasung

Strahlungsverhalten von Glasscheiben bestehend aus dem Einfluss der Emission, Transmission und Reflexion

Strahlungsverhalten von Glasscheiben bestehend aus dem Einfluss der Emission, Transmission und Reflexion

Um einen Aufenthaltsraum hinsichtlich der Anforderungen an den sommerlichen Wärmeschutz nach DIN 4108-2 Wärmeschutz und...

Verschärfung der EnEV 2014 – Einführung ab 2016

Höchstwerte der spezifischen, auf die wärmeübertragende Umfassungsfläche bezogenen Transmissionswärmeverluste nach Anlage 1, Tabelle 2 der EnEV

Höchstwerte der spezifischen, auf die wärmeübertragende Umfassungsfläche bezogenen Transmissionswärmeverluste nach Anlage 1, Tabelle 2 der EnEV

Um die energiepolitischen Ziele der Bundesregierung zu erreichen und weiter den Umbau zu einem klimaneutralen Gebäudebestand voran...

EnEV: Grundlagen und Ziele

Vorgaben nach §5 des EEWärmeG zur anteiligen Nutzung von erneuerbaren Energien bei Neubauten

Vorgaben nach §5 des EEWärmeG zur anteiligen Nutzung von erneuerbaren Energien bei Neubauten

Energetischer WärmeschutzGrundlage zur energetischen Planung von Gebäuden bildet seit 2002 die Energieeinsparverordnung (EnEV)....

EnEV: Anforderungen an Nichtwohngebäude

Bilanzierungsbereich des Jahresprimärenergiebedarfs zur Energieeinsparverordnung unter Berücksichtigung des Aufwandes an Primär- und Sekundärenergie incl. aller Umwandlungsverluste ab dem Abbau der Ressource

Bilanzierungsbereich des Jahresprimärenergiebedarfs zur Energieeinsparverordnung unter Berücksichtigung des Aufwandes an Primär- und Sekundärenergie incl. aller Umwandlungsverluste ab dem Abbau der Ressource

Die Energieeinsparverordnung (EnEV) nimmt eine Unterteilung nach der Nutzung der Gebäude vor: unterschieden wird zwischen Wohn-...

EnEV: Anforderungen an Wohngebäude

achweis zur EnEV für eine Gebäudeerweiterung > 50 m² mit Darstellung der energetischen Qualität, des Endenergiebedarfs und des Primärenergiebedarfs

achweis zur EnEV für eine Gebäudeerweiterung > 50 m² mit Darstellung der energetischen Qualität, des Endenergiebedarfs und des Primärenergiebedarfs

Die Energieeinsparverordnung (EnEV) nimmt  grundsätzlich eine Unterteilung der Gebäude nach Wohn- oder Nichtwohnnutzung vor....

EnEV: Anforderungen an Bestandsgebäude

Nachweis zur EnEV für eine Gebäudeerweiterung > 50 m² mit Darstellung der energetischen Qualität, des Endenergiebedarfs und des Primärenergiebedarfs

Nachweis zur EnEV für eine Gebäudeerweiterung > 50 m² mit Darstellung der energetischen Qualität, des Endenergiebedarfs und des Primärenergiebedarfs

Die Anforderungen an bestehende Gebäude und Anlagen sind u.a. im § 9 Änderung, Erweiterung und Ausbau von Gebäuden und in der...

Wärmebrückenfrei bauen

Thermische, bauphysikalische und ausführungsbedingte Wärmebrücken sicher vermeiden – mit dem Wärme-dämmelement FOAMGLAS PERINSUL

Partner-Anzeige