Wassersparen in Privathaushalten: sinnvoll, ausgereizt, übertrieben?

Publikation des Umweltbundesamtes

Der sorgsame Umgang mit Trinkwasser ist ein viel diskutiertes Thema. Widersprüchliche Meldungen über bevorstehende Mangelsituationen und Aufrufe von Wasserversorgern, mehr Wasser zu nutzen, um für ein ausreichendes Durchspülen der Leitungen zu sorgen, werfen Fragen auf. Unter dem Titel Wassersparen in Privathaushalten: sinnvoll, ausgereizt, übertrieben? Fakten, Hintergründe, Empfehlungen informiert eine Broschüre des Umweltbundesamtes, warum und wie Wassersparen sinnvoll ist.

Zunächst werden verschiedene Aspekte eines sparsamen Wasserverbrauchs in Bezug auf Umwelt, Hygiene und Kosten erläutert, anschließend gibt es Empfehlungen. Grafiken veranschaulichen Herkunft, Wasserangebot und -nutzung in Deutschland. Der Pro-Kopf-Wasserverbrauch im europäischen Vergleich zeigt, dass Deutschland mit 125 Litern pro Tag und Einwohner im unteren Bereich einzuordnen ist: Im Ergebnis der Studie (2007) weist Rumänien mit 294 Litern den höchsten Verbrauch auf, gefolgt von Spanien mit 265 Litern.

Gibt es eine hygienisch bedingte Untergrenze für den täglichen Wasserbedarf? Aus dem Bereich der humanitären Hilfe werden 15 bis 20 Liter pro Person als Minimum in Notfallsituationen genannt. Diese sollen den Bedarf zum Trinken, Kochen und für die Körperhygiene decken; sie gelten als Mindestvoraussetzung, um Infektionskrankheiten zu vermeiden. Laut einer Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation WHO wären 100 bis 200 Liter pro Person und Tag optimal. Eine Grafik zeigt die Verwendung von Trinkwasser in deutschen Haushalten: Mit knapp 40 Prozent wird der größte Anteil für die Körperpflege, also Baden und Duschen, genutzt. An zweiter Stelle steht die Toilettenspülung mit knapp 30 Prozent, es folgen Wäsche waschen und Geschirrreinigung, Raumreinigung und Gartenbewässerung. Zum Essen und Trinken wird der geringste Anteil des Trinkwassers aufgewendet.

Festgestellt wird ein spürbarer Rückgang des Wasserbedarfs in allen Bereichen, so auch den Privathaushalten, in den vergangenen Jahrzehnten. Diesen Erfolg gilt es zu erhalten – ein Komfort- oder Hygieneverlust sei nicht damit verbunden. Praktische Tipps zum sparsamem Umgang mit Wasser stehen am Ende der im September 2014 erschienen Broschüre, die als Pdf-Datei zum kostenlosen Download auf der Webseite des Umweltbundesamts zur Verfügung steht (siehe Surftipps).

Fachwissen zum Thema

Der Duschwasserverbrauch lässt sich mit der Ecosmart-Technologie deutlich reduzieren

Der Duschwasserverbrauch lässt sich mit der Ecosmart-Technologie deutlich reduzieren

Armaturen /​ Brausen

Wassersparende Armaturen

Der verantwortungsvolle Umgang mit der kostbaren und knappen Ressource Wasser wird immer wichtiger. Zahlreiche Armaturenhersteller...

Bad und Sanitär

Trinkwasser

Kontakt Redaktion Baunetz Wissen: wissen@baunetz.de
Baunetz Wissen Bad und Sanitär sponsored by:
Erlau | Eine Marke der RUD Gruppe | Kontakt +49 7361 504-0 | objekteinrichtung@erlau.com
Zum Seitenanfang

Gefährdungsanalyse für Trinkwasser-Installationen

Mithilfe einer Gefährdungsanalyse für Trinkwasserinstallationen sollen Mängel erkannt werden, die zur Kontamination der...

Regelwerk des DVGW zu Gas und Wasser

Regelwerk des DVGW zu Gas und Wasser

Die Grundlage der technischen und wissenschaftlichen Aktivitäten der Gas- und Wasserwirtschaft bilden die DIN-Normen und Regeln...

Technische Regeln für Trinkwasser-Installationen - Sonderausgabe

Eine komplette Sammlung der aktuell gültigen TRWI-Normen ist auf der CD-ROM DIN EN 806 ff. und DIN 1988 ff. – Technische Regeln...

Wassersparen in Privathaushalten: sinnvoll, ausgereizt, übertrieben?

Der sorgsame Umgang mit Trinkwasser ist ein viel diskutiertes Thema. Widersprüchliche Meldungen über bevorstehende...

Barrierefreies Bad

Ein barrierefreies Bad der Marke Erlau vereint Praxistauglichkeit mit Komfort und Eleganz.

Partner-Anzeige