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Büro im Wandel

Die Bürogebäude der 1950er Jahre

Glasfassaden dominieren

Bis zum Ende der 1950er Jahre ist die Entwicklung von Bürogebäuden stark von den USA geprägt. Das Hochhaus dominiert nach dem Zweiten Weltkrieg auch in Europa immer mehr das Stadtbild. Auch die Glasfassaden erinnern an nordamerikanische Vorbilder, etwa Mies van der Rohes Seagram Building in New York von 1958.
Hinter der Fassade allerdings waren die Unterschiede zwischen den USA und Europa gewaltig. Während in den USA der Bürosaal weiterhin dominierte, spiegelten in Europa kleinteilige Strukturen die hierarchische Mitarbeiterstruktur wider: Es gab das klassische Chefbüro, das Zwei-Personen-Büro für die leitenden Angestellten und für alle anderen Mitarbeiter Mehr-Personen-Büros. Zum Vergleich: Während das Union Carbide Building in New York (1960) eine Gebäudetiefe von 40 m hatte, maß zum Beispiel der Pirelli Tower in Mailand (1958) in der Tiefe lediglich 18,50 m. Die Auseinandersetzung mit dem nordamerikanischen Bürosaal und dessen Interpretation (Großraumbüro) begann in Europa erst allmählich gegen Ende der Dekade und am Anfang der 1960er Jahre.
So entwickelte der Hersteller VOKO 1959/1960 ein neues so genanntes "Zeitgewinn-System", das aus Konferenztische, Chef-Arbeitsplatz, Sekretärinnen-Schreibtisch und Wartebank bestand. -ott

Bildnachweis: University of Oklahoma, USA (1), Rat für Formgebung, frankfurt (2)

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