Wechselstufentreppen
Diese Sondertreppen dürfen ausschließlich als zusätzliche Treppen eingebaut werden.
Hinter der Idee steckt ein ganz simpler Vorgang, der beim Treppensteigen selbst gar nicht weiter auffällt: Indem man rechten und linken Fuß abwechselnd aufsetzt, ist es möglich, auch die Trittstufen abwechselnd rechts oder links wegzulassen bzw. auszuklinken. Die theoretische Lauflinie verläuft also nicht mehr senkrecht zur Treppenbreite sondern im Zickzack mit den Stufen mit. Somit lässt sich bei einem noch gerade angenehmen Steigungsverhältnis von 45° tatsächlich eine wesentlich grösserer Neigungswinkel der Treppe (bis zu 75°) erreichen.
Der Vorteil dieses Treppentyps liegt in der sehr platzsparenden Anwendung, weshalb sie manchmal auch Raumspartreppe genannt wird.
Der Nachteil besteht darin, dass der Benutzer gezwungen wird, den einmal gewählten Fuß beim Steigevorgang beizubehalten. Durch den etwas akrobatischen Vorgang sind ältere Menschen und Kinder vor allem beim Herabsteigen verunsichert, wenn nicht sogar gefährdet.
Für die Erschließung von in der Wohnung gelegenen Galerien bzw. von Stauräumen in der Wohnung sind diese Treppen dennoch gut geeignet.
Bildnachweis: Fuchs Treppenbau