Verziehen der Stufen

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Bei allen Formen von gewendelten Treppen, die sich aus geraden und gekurvten Laufabschnitten zusammensetzen, kann durch Verzug der Stufen, der am Innenradius der Treppe sehr enge Stufenabstand auf die benachbarten Stufen vermittelt werden.
Dies ist nach zwei rechnerischen Methoden möglich.

  1. Nach der Proportionalteilung werden die Auftritte auf der Lauflinie gleichmäßig aufgetragen. Die mittlere Stufe wird so aufgetragen, daß sie am Krümmling noch 10 cm breit ist. Die Vorderkanten der letzten geraden Stufe und der Mittelstufe werden auf der Mittelachse angetragen. Durch Interpolation des größten und kleinsten Maßes wird an einer Hilfslinie nach dem Gesetz zur Streckenteilung die neue Proportion aufgetragen.

  2. Nach der etwas komplizierteren Abwicklungsmethode werden ebenfalls die Auftritte gleichmässig an der Lauflinie verteilt und die letzte gerade Stufe festgelegt. Der Radius an der Innenkurve wird aufgetragen, wobei die Mindeststufenbreite der Eckstufe 100 mm nicht unterschreiten darf. Die Verbindungslinie A-B wird mittig durch C geteilt. Auf dem Schnittpunkt der Mittelsenkrechten auf A-C mit der Senkrechten in A auf der Steigungslinie ergibt den Mittelpunkt M1 (und analog M2). Die Schnittpunkte der Kreisbögen um M1 und M2 mit den (nach dem Steigungsverhältnis errechneten) Stufenhöhen ergeben die Stufenvorderkanten.
    Bildnachweis : Informationsdienst Holz, Holztreppen 6/79