Trittschall in Treppenhäusern

Wer kennt sie nicht, die Szenen streitender Nachbarn in Mietshäusern, die sich gegenseitig zu lautes Trampeln auf den Treppen vorwerfen.

Aus Brandschutzgründen sind für notwendige Treppen meist Massivtreppen aus Beton erforderlich, besonders dann, wenn die Treppenläufe auch noch 90 Minuten unter Flammeneinfluß tragfähig (F90) bleiben müssen.

Dabei konkurrieren zwei divergierende Vorstellungen: Zum einen soll die Treppe möglichst massiv mit den anderen Massivbauteilen verbunden werden, um die Verformungen durch das Feuer besser auffangen zu können, zum anderen sollte aber aus Schallschutzgründen keine Verbindung sein.

Dies hat dazu geführt, dass in der DIN 4109 die Vermeidung von Schallbrücken in Treppenhäusern extra geregelt wird. In Tabelle 11 werden die Kennwerte des Normtrittschall-Pegels ohne Aufbringung eines schwimmenden Estrichs angegegeben.
Bei mehr oder weniger Einbindung von Podesten, Treppenläufen, Wangen etc. in die begleitende Wohnungstrennwand verändern sich die Werte natürlich erheblich.

Ein Hinweis für den Wohnbereich: Falls dort Metall oder Glasstufen eingebaut werden, denken gute Treppenbauer auch an die Schallbelästigungen. Die Körperschallübertragung lässt sich durch Punktauflager aus Hartgummi oder Neopren bedeutend minimieren.