Stufenbeläge

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Bei der Auswahl von Stufenbelägen spielen die Kriterien des

  1. Brandschutzes
  2. Schallschutzes
  3. der Nutzungsart durch Bestimmung der Rutschfestigkeitsklasse
  4. der leichten Reinigungsfähigkeit
  5. der geringen Abnutzung bei vielbegangenen Treppen
eine wichtige Rolle bei der Entscheidungsfindung.

Ohne im einzelnen auf die Festlegungen der Arbeitsstättenrichtlinien oder den in den einzelnen Richtlinien der Landesbauordnungen weiter einzugehen, werden ein paar grundlegende Hinweise zu den Treppenbelägen aufgeführt.
  • Bei Holzstufen spielt die DIN 68365 für Laubholzstufen eine grosse Rolle, da hier Holzqualität, Astigkeit, etc. festgelegt sind.
    Weichholzstufen aus Kiefer, Fichte oder Lärche eignen sich nur für wenig begangene Wohnhaustreppen, da der Abrieb und das Schwindverhalten im Lauf der Zeit relativ groß ist.
    Hartholz wie Eiche, Buche, Esche eignet sich auch für robusteren Einsatz nicht nur im Wohnbereich, sondern auch in Dicken über 40 mm als feuerhemmender Stufenbelag.
    Alle Vollholzstufen sollten wegen des besseren Schwindverhaltens (z.B.Aufschüsseln) aus mehrfach gegeneinander verleimten Profilen bestehen. Als Oberflächenbehandlung lassen sich durchaus auch ökologischere Varianten wählen, es ist dann jedoch von Nachbehandlungen auszugehen.

  • Bei allen Natursteinen ist auf eine ausreichend bemessene Dicke (mindestens 40 mm) für den jeweils größten Auflagerabstand zu achten.
    Wegen der besseren Reinigungsfähigkeit werden polierte Oberflächen bevorzugt eingebaut. Porösere Steine wie Sandsteine oder Travertin werden fast auschließlich als aufgesetzte Stufenbeläge auf Betontreppen verwendet. Gleiches gilt für Kunststein-Stufen, die auch als fertig gegossene Winkelstufen eingesetzt werden.

  • Metall als Stufenbelag wird aufgrund seiner Scharfkantigkeit und Kühle nur von wenigen Bauherreen im Wohnbereich eingesetzt.
    In notwendigen Treppenhäusern ist er wegen seiner Verformungen bei Hitze nur mit Brandschutzanstrichen als tragendes Teil der Treppe zu verwenden.
    Im Industriebau wird er häufig verwendet: in Form von Halbzeugen ,wie Riffelbleche, Gitterroste oder auch mittlerweile im Wohnbau als gekanteteTrogtritte, die mit Estrich befüllt werden können
  • und mit anderen Oberbelägen wie Teppich oder Linoleum belegt werden können

  • nur mit Einzelprüfnachweisen können Glasstufen als tragende Trittstufen eingesetzt werden.