Stahlverbindungen
In Abhängigkeit von der Montageform und vom Treppentyp sind bei Stahltreppen verschiedene Verbindungsmöglichkeiten der einzelnen Bauteile anwendbar.
- In erster Linie werden Treppen gerne als teilverschweißte Konstruktion angeboten, sofern die Zugänglichkeit des Einbauortes und die Gefahr von Beschädigungen beim Transport kalkulierbar bleiben. Dabei werden bei geraden Läufen meist Wangen oder Holme komplett mit Unterstufen geliefert und vor Ort nur mittels Kopfplatten und Ausgleichsscheiben an den Deckenkanten fixiert.
Örtliche Schweißnähte können dazu führen, dass durch die entstehenden Hitzeverformungen an anderen Treppenteilen wieder nacherwärmt werden muss, damit die Verformungen ausgeglichen werden können. - Geschraubte Verbindungen werden dort gewählt, wo entweder örtliche Fügungen auf der Baustelle unumgehbar sind oder Schweißnähte nicht möglich sind. Sofern Toleranzen einkalkuliert werden müssen, dienen so genannte Langlochbohrungen für eine nachträgliche Justierung in einer Richtung.
Komplett verschraubt werden Treppen nur dann, wenn schwierige Zugangsbedingungen dies erfordern und zugleich Schweißen, z.B. wegen Brandgefahr, nicht möglich ist.
Eine ausgereifte Technik bei komplizierten und größeren dynamischen Lasten ausgesetzten Treppen können, sofern der Tragwerksplaner dies berechnet, mit vorgespannten, hochfesten HV-Schraubverbindungen abgefangen werden. - Nieten zum Verbinden tragender Teile werden heute nicht mehr angefertigt.