Stahlbauteile

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Für das Bauwesen kommen vor allem die "allgemeinen Baustähle" nach der DIN 17 100 und einige weitere Sorten in Betracht. Zu den allgemeinen Baustählen gehören

  • der unlegierte Grundstahl St 37 (Euronorm Fe 37)
  • und der niedriglegierte Baustahl St 52(Fe 52).Darüber hinaus werden im Bauwesen auch nichtrostende Stähle, sogenannter Edelstahl und hochfeste schweißbare Feinkornstähle, aber auch wetterfeste Stähle und Edelrost-Stähle verwendet.

    Der Stahl kommt entweder warmgewalzt als Profilstahl oder Blech, beziehungsweise kaltgewalzt als Blech vor.
    Im Treppenbau üblich und zum Großteil verbaut werden warmgewalzte Profile, die je nach Tragfähigkeit und Anschlussdetails ausgewählt werden. Dafür stehen dem Planer Tabellen mit den wichtigsten statischen Kennwerten zur Verfügung.
    Mögliche Profile und ihre Vorteile:
    • HE-Profile oder IPB-Träger sind wirtschaftliche Stützenprofile. Sie haben breite Flansche und fast quadratische Querschnitte. Die Tragfähigkeit ist abstufbar durch die Materialqualität und durch drei Profilreihen mit leicht veränderten Querschnittformen: das etwas gedrungene HE-A Profil, das mehr hochkantige HE-B und das dazwischen liegende HE-M-Profil.
      Die Parallelflansche erlauben einfache Schraub- und Schweißverbindungen in beiden Richtungen. Hauptsächlich werden Sie für Holme eingesetzt.

    • IPE-Profile sind sehr schlanke Profile mit schmalen Flanschen, die quer zu Tragrichtung relativ leicht zu verformen sind. Sie erlauben schlanke aber höhere Konstruktionsmaße.

    • Hohlprofile aus Rechteck- oder Quadratrohr, die mit verschiedenen Wandstärken mehr oder weniger tragfähig sind. Ihre Tragfähigkeit ist begrenzt, der Materialpreis höher als der vorgenannten Profile, sie werden als Tragsystem überwiegend dort eingesetzt wo es auf möglichst plane Gestaltung ankommt, und im Geländerbau.

    • U-Profile in verschiedenen Dimensionen werden als Wangen, oder als Geländerstützen eingesetzt, da ihr Trägheitmoment, das nur in eine Richtung hoch ist, diesen Einsatzbereich voraussetzt.

    • Winkel oder T-Profile, die auch als halbe HE- oder IPE-Träger hergestellt werden, sind wie die vorgenannten U-Profile ebenfalls nur bedingt einsetzbar, da ihr statisches Belastungsvermögen geringer als die beiden zuerst genannten Profile ist.
      Sie können jedoch in geschickter Anwendung bei Fachwerken und zusammengesetzten Trägern interessante materialsparende Lösungen für den Treppenbauer bieten.

    • Hohlprofile aus Rundrohren gibt es ebenfalls in verschiedenen Radien und Rohrwandungsstärken. Der Materialpreis ist etwas niedriger als der von Rechteckhohlprofilen, sie finden hauptsächlich da ihre Verwendung, wo mehrere Winkel an einem Knoten verbunden werden müssen oder die Statik ein in allen Richtung gleiches Trägheitsmoment verlangt.

    • Vollprofile werden hauptsächlich im Geländerbau als Kniegurte oder Stäbe eingesetzt, da sie in größeren Dimensionen recht schwer und damit kostenintensiv werden.

    • Sehr gebräuchlich sind aus mehreren Profilen zusammengesetzte Profile, um für die jeweilige Belastungssituation den bestmöglichen und materialsparendsten Einsatz zu finden.

    • Bei kreisförmigen Treppentypen kommen wegen der engen Krümmungsradien fast nur Stahlbleche in Stärken bis zu 15 mm in Frage. Diese lassen sich warm oder kalt biegen.
    Allgemeine Festlegungen sind in der DIN 25 530 näher beschrieben und dort nachzulesen. Der Einsatz von Stahl ist begrenzt bei notwendigen Treppen, bei denen das Brandverhalten der Baustoffe mindestens feuerhemmend, d.h. F-30 sein soll. Dann muss Stahl durch Brandanstriche oder Ummantelungen geschützt werden.
    Bildnachweis: Hilmar König