Spindeln
Statisch gesehen kragen bei dieser Konstruktionsform (analog zu den Tragbolzentreppen) vom zentralen Kern der Spindeltreppe die Stufen radial aus.
Mögliche Varianten:
- Stufen kragen als statisch selbsttragende Elemente ohne Unterstützung eines Kragarms aus
- Stufen wie z.B.Trogtritte werden auf Kragträger aufgesetzt
- Stufe und Spindelring werden als ein Bauteil bei Systemtreppen an einem Dorn aufgefädelt
- Stufen werden von einer äußeren Freiwange getragen und an der Spindel nur gehalten
Die Einspannung erfolgt
- oben entweder zentral über eine Befestigung des Spindelkopfes an der Decke oder
- über das Viertelpodest bzw. Viertelpodeste an der Austrittsebene, wobei die Spindel das Podest bis Geländerhöhe überragt.
Diese Kräfte lassen sich in Altbauten nicht immer ableiten, weshalb dort bei der Festlegung der Lage ein statisches Aufmaß der Balkenlage vorgenommen werden sollte.
Da bei kreisförmigen Treppen am Innenradius theoretisch die Trittstufe ein Mindestmaß von bis zu 10 cm haben kann, aus technischen Gründen aber eine größere Auflagerbreite an der Spindel erforderlich ist, werden in der Regel die Stufen mit einem Untertritt von 3-4 cm überlappt.
Am Außenradius können die Stufen untereinander mittels Freiwangen oder durch steife Geländer verbunden werden, so dass die Vibrationen beim Treppensteigen etwas gemindert werden können.