Holzwerkstoffe

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Holz ist im Treppenbau neben dem Naturstein das älteste Baumaterial. Dementsprechend klaffen heute auch die beiden gegensätzlichen Richtungen auseinander, die sich grob skizziert als

  • einerseits traditioneller Treppenbau mit handwerklicher Orientierung
  • andererseits industrialisierter Sytemtreppenbau
gegenüber stehen. Beide Richtungen nähern sich mit zunehmendem Konkurrenzdruck einander an.
Der Druck von Treppenfirmen aus den benachbarten EG-Ländern auf den deutschen Markt wird manche Gegensätze hoffentlich wieder kitten.

Massivholz (europäische Arten)
  • Nadelhölzer nach der DIN 68365 wie
    Tanne und Fichte, die für weniger belastete Wohnhaustreppen geeignet sind;
    Kiefer, auch mit Splint gut als Wange einsetzbar;
    Lärche, die wegen ihrem reichen Harzgehaltes auch außen einsetzbar ist;
    Douglasie, die ebenfalls Bewitterung verträgt, aber keine Harzgallen aufweist

  • Laubhölzer nach der DIN 68368, die in entsprechenden Stärken als feuerhemmend gelten und wegen geringerer Abnutzung nicht nur im Wohnbereich eingesetzt werden können;
    Eiche außer Splintholz sehr gut für den Treppenbau gegeignet, da es ein hartes robustes Holz ist;
    Rotbuche ist etwas feuchtigkeitsempfindlich, sonst ebenso für Stufen und Handläufe geeignet, kostengünstiger als Eiche;
    Ahorn aufgrund des hellen Farbtons und nur mittelhartem Holz eher für Handläufe und Wangen verwendet;
    Esche wird wegen der Maserung gern im Treppenbau eingesetzt;
    Nussbaum wird der dunklen Färbung wegen gerne im Objektbereich eingesetzt
Holzwerkstoffe
  • Baufurniersperrholz BFU mit Güterüberwachungssiegel nach der DIN 68705 und mit Buche hergestelltes BFU-BU, kreuzweise verleimte Furniere, wobei eine Lage aus zwei Furnieren bestehen kann. Die Furniere müssen symmetrisch zur Mittelebene angeordnet werden. Dicke von 10 bis 40 mm, Breiten bis 1,50 m und Länge bis 2,50 m als tragende und aussteifende Tafeln. Nur BFU-BU mit Gütesiegel ist für den Treppenbau ohne Einzelnachweis zulässig.

  • Mittelharte Holzfaserplatten HFM und mitteldichte Holzfaserplatte MDF nach DIN 68754-1: durch Verpressen von verholzten Fasern mit (Trockenverfahren MDF) oder ohne (Nassverfahren HFM) Klebstoff, Dicke 6 bis 15 mm, Breite 1,25 m und Länge 2,50 m. Dürfen nur mit Gütesiegel und Prüfung im Einzelfall durch das DIBT eingesetzt werden.

  • Furnierschichtholz FSH nach DIN 1052-1; aus ca. 3mm dicken Nadelholzfurnieren verleimt, der Faserverlauf ist entweder generell parallel zur Längsrichtung der Platten oder zumindest zum überwiedenden Teil. Dicke: 21 bis 75 mm Breite bis 1,82 m Länge bis 23m , kann analog zum Brettschichtholz BSH als Gurtträger, etc. eingesetzt werden, nur als tragendes Teil quer zur Dicke mit Gütesiegel und bauaufsichtliche Zulassung des Deutschen Institut für Bautechnik im Einzelfall zu verwenden.