Geländerfüllungen

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Neben der konstruktiven Auswahl eines Geländersystems sind mehrere Typen der Geländerausfachung möglich, die mit verschiedenen Materialien kombiniert angewandt werden können.

  • Vollflächige Geländerfüllungen
  • Stabgeländer aus vertikalen Bauteilen
  • Horizontale Teilungen mit Kniegurten oder Seilen, wobei hier explicit auf die Vermeidung des Leitereffekts bei Anwesenheit von Kindern verwiesen wird.
  • Kreuzförmige Gitter und Maschen
  • Plastische Gestaltungen mit Figuren oder Ornamenten, siehe Bildbeispiel
In Gebäuden, bei denen mit der Anwesenheit von Kindern gerechnet werden muss, und bei notwendigen Treppen werden als Maximallichte zwischen Geländerstäben, Kniegurten oder ähnlichen Füllungsbauteilen 12 cm gefordert.
Die im Januar 2000 novellierte DIN 18065 schreibt darüber hinaus auch im Fußbereich vor, dass für o.g. Fälle,
  1. wenn das Treppengeländer über dem Treppenlauf liegt, die Unterkante so auszubilden ist, dass ein auf dem Auftritt liegender Würfel mit 15/15/15 cm nicht hindurchfallen kann oder
  2. wenn das Geländer neben dem Treppenlauf liegt, die Unterkante des Treppengeländers so weit herunter gezogen werden muss, dass sie mit einer gedachten Verbindungslinie der Hälfte des Auftritts jeder Stufe zusammenfällt.
Die Halterungen der Geländerbauteile untereinander werden bei zusammengesetzten Geländern von Geländerpfosten übernommen, die entweder auf dem Treppenlauf befestigt sind und dadurch die nutzbare Laufbreite einschränken, oder neben dem konstruktiven Lauf mit Kröpfungen oder Laschen seitlich an Wangen, Holmen oder Seilabhängungen befestigt sind.
Geländerfüllungen können zusätzlich durch in der Steigung mitlaufende
  • Obergurte, die nicht gleichzeitig Handlauf sind, oder
  • Untergurte, die oberhalb des Laufs liegen,oder
  • komplette Rahmen
gefasst werden.
Wichtige Sonderformen von Geländern sind folgende Grundtypen:
  • Harfengeländer, das sind geschossweise oder sogar mehrgeschossig durchlaufende Geländerstäbe, die zu dem bildhaften Namen führten
  • Glasgeländer, die entweder als Kragarm eingespannt oder punktweise über Glashalterungen befestigt sind
  • Geländer als plattenförmige überhohe Wangen, die auch die Tragfunktion übernehmen
  • Seilverspannungen
  • stabile netzförmige Textilien und andere Gewebe
Bildnachweis: Klaus Pracht, Geländer,Gitter und Zäune aus Metall