Friedrich-Mielke-Institut für Scalalogie

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Forschungszentrum an der OTH Regensburg

Die Scalalogie (zu deutsch „Treppenkunde“) befasst sich mit Arten und Formen der Überwindung von Höhenunterschieden durch Stufen. Die Wissenschaft wurde 1951 von Friedrich Mielke als eigener Forschungszweig begründet, 1980 richtete der Universitätsprofessor die weltweit einzigartige, sogenannte Arbeitsstelle für Treppenforschung ein. 2012 überließ der Treppenforscher sein gesamtes Archiv der Fakultät Architektur der Ostbayerischen Technischen Hochschule (OTH) Regensburg. Die von Mielke über einen Zeitraum von 60 Jahren zusammengetragene Sammlung wird heute von Joachim Wienbreyer im dortigen Friedrich-Mielke-Institut für Scalalogie betreut.

Die Sammlung umfasst eine Fachbibliothek von etwa 500 Bänden (darunter auch die bisher 20 Bände umfassende, eigene Buchreihe mit dem Titel Scalalogia), eine Kartei mit mehr als 10.000 Dossiers, eine Diathek mit ca. 35.000 Kleinbildaufnahmen und eine große Zahl an Zeichnungen, Fotos und Modellen von Treppen bzw. Treppendetails. Das Archiv wurde auf der 14. Architekturbiennale in Venedig im Rahmen der von Rem Koolhaas kuratierten Ausstellung Fundamentals/ Elemente der Architektur im zentralen Pavillon möglichst originalgetreu nachempfunden.

Die Erkenntnisse aus der Forschung sollen sowohl der praktischen Anwendung als auch der Architektur- und Kunstgeschichtsforschung dienen. Profitieren können davon Forscher, Promovierende und Studierende, Bibliotheken und Museen, außerdem Bauherren oder Mieter als Benutzer von Treppen ebenso wie Architekten, Restauratoren, Bauhandwerk und -industrie für den Treppenbau.