Tageslicht am Arbeitsplatz

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Natürliche Belichtung und Produktivität

Eine gute Tageslichtbeleuchtung ist die Voraussetzung für ein ermüdungsfreies Arbeiten. In Bürogebäuden mit genügend Tageslicht an jedem Arbeitsplatz lässt sich sogar die Produktivität steigern und der Krankenstand der Mitarbeiter verringern. Dennoch ist der Anspruch an den Sehkomfort am Arbeitsplatz in den letzten Jahren differenzierter geworden. Während die Arbeitsfläche eines Schreibtisches in früheren Zeiten kaum hell genug sein konnte, ist heute nahezu jeder Büroarbeitsplatz mit Computerbildschirmen ausgestattet, an denen zu viel Licht eher zu Reflexblendungen führen kann.

Hohe Leuchtdichten in Fensternähe und gleichzeitig niedrige Leuchtdichten des Monitors, erschweren die Lesbarkeit des Bildschirms. Die Folgen der ungünstigen Lichtverhältnisse sind eine verkrampfte Körperhaltung, Muskelverspannungen, Kopfschmerzen, verminderte Sehfunktionen sowie psychosomatische Erkrankungen. Um eine Erkrankung gar nicht erst entstehen zu lassen, ist z. B. an Bildschirmarbeitsplätzen ein Blendschutz im Sichtbereich unverzichtbar. Weitere Möglichkeiten, Belichtung und Sehbedingungen am Arbeitsplatz zu verbessern, stellen folgende Maßnahmen und Planungshinweise dar:

  • Anpassungsfähige, kombinierbare Kunst- und Tageslichtbeleuchtung des Arbeitsplatzes mit möglichst hohem Anteil an Tageslicht vorsehen
  • Arbeitsplätze grundsätzlich in Fensternähe bis zu einer Entfernung von maximal 5 Metern und mit Außenbezug anordnen
  • Die Summe der Fensterbreiten sollte in Arbeitsräumen mindestens 55 % der Breite des Raumes betragen
  • Eine arbeitsplatzorientierte, vom Nutzer regelbare Blend- und Sonnenschutzvorrichtung ist an Bildschirm- und an allen anderen Arbeitsplätzen unerlässlich; günstig ist, wenn der Blendschutz nur den Teil des Fensters abdeckt, der im Sichtbereich liegt, um den Raum nicht unnötig zu verdunkeln
  • Matte Oberflächen von Möblierung und Wänden verhindern eine Reflexblendung
  • Schreibtische sind möglichst mit Blickrichtung parallel zum Fenster zu stellen, der Abstand zwischen Fenster und Bildschirm von mindestens 60 cm ist einzuhalten
  • Der Sehabstand zum Monitor sollte nicht unter 50 bis 70 cm liegen;
  • Vermeidung von hohen Leuchtdichtekontrasten. Kontraste, die höher liegen als 10:1 führen zu einer Einschränkung des Sehkomforts

Zusätzliche Planungsempfehlungen zur natürlichen Belichtung mit Tageslicht sind in der DIN 5034 "Tageslicht in Innenräumen" enthalten.