Tages- und Kunstlicht in einem Atrium

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Reflexionssysteme zur Optimierung der Beleuchtung

Der Einsatz von glasüberdachten Atrien ermöglicht es, Räume mit Tageslicht zu versorgen, die aufgrund der Grundrissanordnung nicht an der Außenfassade liegen. Insbesondere in Verwaltungsgebäuden werden Atrien eingesetzt, um die Büroräume zu einem größeren, meist bepflanzten Lichthof orientieren zu können. Atrien ermöglichen bei entsprechender Planung nicht nur einen blendfreien Lichteinfall, sie stellen auch im Winter thermische Pufferzonen dar, mit denen passive solare Gewinne für das Gebäude erzielt werden können.

Ist ein Atrium mehrgeschossig, kommt jedoch in den angrenzenden Büroräumen der unteren Geschosse immer weniger Tageslicht an, so dass Kunstlicht hinzu geschaltet werden müsste. Als förderlich für eine ausreichende Tagesbelichtung können sich Reflexionssysteme erweisen, die das Tageslicht im Atrium über geschossweise angeordnete Spiegel an die Decken der seitlich liegenden Büroräume umlenken. Auf dem Dach positionierte Heliostaten empfangen das Tageslicht hierfür und befördern es über Umlenkspiegel gezielt auf die weiteren Spiegelflächen im Atrium. Reflektierenden Decken innerhalb der Büroräume sorgen dafür, dass Tageslicht bis in Raumtiefe transportiert wird.

Über Reflexionssysteme kann ein Atrium auch mit Kunstlicht versorgt werden. Um die künstliche Belichtung möglichst breit in den Raum zu streuen, werden meist quadratische Reflektoren im oberen Bereich des Atriums entweder vom Glasdach abgehängt oder an geschlossenen Flächen innerhalb des Atriums angebracht . Diese können durch Strahler von unten gezielt beleuchtet werden. Das reflektierende Kunstlicht fällt dabei auf indirekte Weise weitgehend blendfrei in den Raum.

Bildnachweis: S. Kassner, Siegen (1); D. Haas-Arndt, Hannover (2)