Sonnensegel

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Flexibler Sonnenschutz für Atrien und Innenhöfe

Für horizontale Glasdachflächen mit einer ungewöhnlichen Geometrie oder großen Spannweiten lassen sich nur schwer wirksame Verschattungssysteme finden. Zumindest erfordert der passende Sonnenschutz, z. B. für ein ovales, glasüberdecktes Atrium eine individuelle Anfertigung, die sich nicht mit allen Sonnenschutzsystemen herstellen lässt. Auch unbedachte Innenhöfe oder Terrassen weisen eine ähnliche Problematik im Hinblick auf den Sonnenschutz auf, da zum Teil Befestigungsmöglichkeiten für einen großflächigen Sonnenschutz fehlen.

Textile Horizontalmarkisen können die hierfür notwendige Flexibilität bieten. Die sogenannten Sonnensegel stellen eine einfache, wieder entdeckte Variante des Sonnenschutzes dar, die sich für die Verschattung von Atrien, Innenhöfen oder Terrassen eignet, selbst wenn große Spannweiten erforderlich sind oder die Formgebung der zu beschattenden Fläche eine Standardlösung nicht erlaubt. Sonnensegel ermöglichen einerseits spezielle Maßanfertigungen, die sich optimal an die örtlichen Gegebenheiten anpassen, andererseits können sie frei im zu beschattenden Raum mittels einer eigens dafür konzipierten Tragkonstruktion aufgestellt werden. Sonnensegel sind in dreieckigen, viereckigen, quadratischen, trapez- oder sogar parallelogrammförmigen Varianten erhältlich.

Sonnensegel werden fest vor Ort verankert, können aber dennoch einfach auf-, abgebaut oder zumindest zusammengerollt werden. Da sie faltenfrei gespannt werden, sollten ihre Abmessung eher etwas kleiner gewählt werden, um ein Durchhängen zu vermeiden. Wird das Segel im Freien aufgestellt, ist auf eine Neigung für den Regenwasserablauf zu achten. Horizontalmarkisen sind zwar in den unterschiedlichsten Farben erhältlich, in weißer und transluzenter Ausführung reduzieren sie allerdings den Tageslichteintrag in den angrenzenden Räumen am wenigsten.

Die für Sonnensegel verwendeten widerstandsfähigen Acryl-Markisenstoffe sind so beschaffen, dass sie eine langlebige Qualität bieten, auch wenn sie den wechselnden Belastung durch das Wetter ausgesetzt sind. Werden sie unterhalb von Glasdächern angebracht, bieten sie allerdings nicht die gleiche Wirksamkeit wie ein außen liegender Sonnenschutz. Die darunter liegenden Räume können sich trotz Sonnenschutz überhitzen, weil die Sonneneinstrahlung die Glashaut des Gebäudes ungehindert durchdringen kann.

Bildnachweis: Haas-Arndt, Hannover (1 und 2); Pegasos-Quante, Lippetal-Oestinghausen (3)

Surftipps

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