Sonnenschutz und Stromerzeugung

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Dach- und fassadenintegrierter Sonnenschutz mit Photovoltaik

Glasfassaden und Glasdächer dienen zunehmend der Integration von Solarzellen zur photovoltaischen Stromgewinnung. Die einfallende Sonnenstrahlung wird dabei mittels Solarzellen in elektrische Energie umgewandelt und kann selbst genutzt oder in das öffentliche Netz eingespeist werden. Als semitransparente Variante werden Solarzellen gleichzeitig zur Stromproduktion und zur Verschattung von Gebäuden eingesetzt, so dass dieser Synergieeffekt möglicherweise eine Kostenersparnis nach sich zieht.

Photovoltaiksysteme zur Verschattung vermindern den Tageslichteinfall nur geringfügig und lassen – in die Fassade eingesetzt – einen eingeschränkten Außenbezug zu. Da sie nicht generell variabel sind, lassen sie sich nicht situationsbedingt verändern, sondern verschatten zu jeder Jahreszeit gleich, auch wenn eine Verschattung, z.B. wegen des solaren Eintrags im Winter, nicht unbedingt gewünscht wird. Als Photovoltaik-Wings wiederum werden sie wie bewegliche Lamellensysteme zur Verschattung vor die Fassade montiert und der Sonne nachgeführt, um die Stromerzeugung zu optimieren.

Photovoltaikelemente benötigen für ihre optimale Ausrichtung zwar eine Neigung von etwa 35 Grad, jedoch wird zugunsten ihrer gestalterischen Integration in Fassade oder Glasdach oftmals eine Minderung des Wirkungsgrades in Kauf genommen. Bei in die Fensterbrüstung eingebauten PV-Elementen muss der Sonnenschutz im oberen Bereich des Fensters ergänzt werden.

Quelle: D. Haas-Arndt, F. Ranft; „Tageslichttechnik in Gebäuden“, Hüthig Jehle Rehm, Heidelberg
Bildanchweis: Haas-Arndt, Hannover

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