Oberlichter und Tageslichtquotient
Gleichmäßigkeit der Lichtverteilung im Raum
Form, Anordnung und Ausbildung von Oberlichtern sind unter anderem abhängig von der Nutzungsart und dem gewünschten Tageslichtquotienten des darunter liegenden zu belichtenden Raumes. Sind Oberlichter mittig über dem Raum oder in regelmäßigen Abständen auf der Dachfläche verteilt angeordnet, sorgen sie für eine besonders hohe Gleichmäßigkeit der Lichtverteilung im Raum. Einzelne Oberlichter, die in regelmäßigen Abständen auf der Dachfläche angeordnet werden, können die Gleichmäßigkeit des einfallenden Lichtes, im Vergleich zu einem in der Mitte angeordneten Oberlicht, weiter verbessern.
Beim Einsatz eines mittig angeordneten Oberlichtes im Dachbereich ist der Tageslichtquotient in Raummitte hoch, an den Seitenwänden jedoch, je nach Größe der Oberlichtöffnung und der Raumproportion, eher gering. Werden mehrere Einzeloberlichter eingesetzt, liegt der Tageslichtquotient im Raum gleichmäßig hoch.
Wird ein Raum ausschließlich über Oberlichter belichtet, ist nach DIN 5034 ein Mittelwert des Tageslichtquotienten in der Nutzebene von mindestens 4 % einzuhalten. Bedrückend wirkt ein Raum, der ausschließlich von oben belichtet wird, wenn der Tageslichtquotient aufgrund von Verschattungen o.ä. geringer als 2 % ist. Um eine Überhitzung des Raumes durch ein Oberlicht zu vermeiden, ist allerdings ein Tageslichtquotient von 10 % keinesfalls zu überschreiten.
Quelle: D. Haas-Arndt, F. Ranft; "Tageslichttechnik in Gebäuden", Verlag Hüthig Jehle Rehm, Heidelberg
Zeichnung: Haas-Arndt/Schädlich, Hannover/Siegen