Oberlichter mit Rauch-Wärmeabzug

Bildergalerie | 1 |

Belichtung, Belüftung und Brandschutz in einem System

Innenräume können über Lichtkuppeln gleichmäßig mit Tageslicht von oben versorgt werden, wenn deren Größe präzise nach Form und Nutzung des Raumes ausgelegt wird. Oberlichter werden meist dann eingesetzt, wenn kein Außenbezug erwünscht oder erforderlich ist, wie z. B. in großen Industrie- oder Gewerbehallen. Für die optimale Raumausleuchtung haben sich Lösungen bewährt, die mehrere auf dem Dach verteilte Lichtkuppeleinheiten vorsehen. Die tageslichttechnisch richtige Auswahl setzt jedoch eine präzise Analyse der jeweiligen Bauaufgabe voraus.

Lichtkuppeln können gleichzeitig mehrere Funktionen erfüllen und stellen mit diesem Mehrfachnutzen eine wirtschaftliche Tageslichtlösung dar. Über die übliche Belichtungsfunktion hinaus, werden sie sowohl zur natürlichen Raumbelüftung als auch als Rauch-Wärmeabzugsanlage genutzt. Die Lüftung erfolgt in hohen Räumen meist ohne aufwendige Technik, allein über den thermischen Auftrieb und die dosierte Öffnung der Kuppeln.

In ihrer Funktion als Rauch-Wärmeabzugsanlagen öffnen sich im Brandfall die mit speziellen Aufstellaggregaten ausgerüsteten Lichtkuppeln auf etwa 165 Grad, führen Hitze und Brandgase aus dem Gebäude und halten damit die Fluchtwege rauchfrei. Soll in der Frühphase des Brandes eine Entrauchung sichergestellt werden, können Lichtkuppeln auch zusätzlich mit einem maschinellen Rauchansaugsystem ausgerüstet werden. Hierfür wird für die Lichtkuppel ein 30 cm hoher Aufsetzkranz benötigt, in den das Rauch-Wärme-Abzugsgerät eingebaut werden kann.

Bildnachweis: Essmann, Bad Salzuflen