Lichtlenkgläser
System zur Lichtlenkung im Scheibenzwischenraum
Lichtlenkglas ist ein starr im Scheibenzwischenraum des Isolierglases installiertes System. Lichtlenkgläser funktionieren mittels Umlenkung des Sonnenlichtes in konkav geformten, in regelmäßigen Abständen übereinander liegenden, manchmal verspiegelten Profilen. Die Umlenkung sorgt dafür, dass Tageslicht über eine Deckenreflexion zur Arbeitsfläche gelangt. Vorteil von Lichtlenkglas ist seine Wartungsfreiheit und Dauerhaftigkeit, da es weder verschmutzen noch durch eine fehlerhafte Bedienung beeinträchtigt werden kann.
Das System kann ebenso aus Acrylglasprofilen bestehen, die im Zwischenraum einer Zweifachverglasung liegen. Sonnenstrahlen, die in einem bestimmten Winkel einfallen, werden durch eine Rillenstruktur in den Acrylprofilen in die Raumtiefe gelenkt und vorn dort blendfrei in den Raum reflektiert. In der äußeren Scheibe befindet sich meist eine holografische Folie, um die Lenkwirkung bei schräger Sonnenlichteinstrahlung weiter zu optimieren.
Rund 50 cm hohe Lichtlenkgläser in Oberlichtern von Seitenfenstern versorgen bei sonnenbestrahlter Fassade bis zu 5 m tiefe Räume wärmearm mit genügend Tageslicht. Die durch das System erreichten Beleuchtungsstärken liegen bei direkt einstrahlender Sonne am höchsten, die Sonnenschutzfunktion im Sichtbereich eines Fensters muss jedoch von einem zusätzlichen System übernommen werden. Bei diffusem Himmel lässt sich die Raumausleuchtung mit Lichtlenkglas nur wenig verbessern.
Quelle: D. Haas-Arndt, F. Ranft; "Tageslichttechnik in Gebäuden", Verlag Hüthig Jehle Rehm, Heidelberg
Bildnachweis: Haas-Arndt, Hannover
Surftipps
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