Lichtdecken aus Glas
Lichtverteilung für Tageslicht und Kunstlicht
Glaslichtdecken sorgen für eine gleichmäßige, blendfreie Lichtverteilung im Raum und kommen immer häufiger bei unterschiedlichen Nutzungen, wie z. B. Empfangshallen, Verkaufsräume oder Bibliotheken zur Ausführung. Sie bestehen aus Punkthalterungen oder Schienensystemen, mit denen das flächig unter die Geschossdecke montierte Glas in Plattengröße eingefasst und gehalten wird sowie aus Glasplatten, die in verschiedenen Größen und Ausführungen erhältlich sind. Meist wird satiniertes Verbundsicherheitsglas eingesetzt, um eine optimale Lichtverteilung im Raum zu erzielen. Die Gestaltung der Befestigungssysteme und die Ausbildung des Glases ergeben zusammen das architektonische Bild der Decke.
Eine Lichtdecke wird zwar in den meisten Fällen mit Kunstlicht versorgt, kann jedoch auch über Tageslicht belichtet werden. Bei der Verwendung von Tageslicht sorgen meist seitlich umlaufende Lichtbänder für den Lichteinfall, der im Deckenzwischenraum über reflektierende Materialien bis zur Raummitte transportiert wird. Derselbe Deckenzwischenraum kann dabei auch Leuchtmittel für die Allgemeinbeleuchtung aufnehmen, so dass ein dynamischer Wechsel zwischen Kunst- und Tageslichteinfall ermöglicht wird.
Als Beispiel hiefür kann das Kunsthaus in Bregenz von Architekt Peter Zumthor genannt werden. Es ist mit einer abgehängten, mattierten Lichtdecke ausgestattet, die sowohl mit Tages- als auch mit Kunstlicht versorgt wird. Durch umlaufende Lichtbänder fällt das seitliche Tageslicht ein, wird über die Lichtdecke in die Ausstellungsräume umgelenkt und bei Bedarf mit Kunstlicht ergänzt.
Bildnachweis: Haas-Arndt, Hannover
Zum Thema
- Lichtkuppeln und Lichtbänder
- Tageslicht