Formen von Oberlichtern

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Erscheinungsbild, Konstruktion und Anordnung

Die Ausbildung eines Oberlichtes ist abhängig von der Geometrie des Deckenausschnitts, der Deckenform, der Dachneigung, der Materialbeschaffenheit, der bevorzugten Lichtrichtung bzw. der möglichen Ausblendung der Sonne sowie dem gewünschten architektonischen Erscheinungsbild. Vom Oberlichtschacht, der zur flächigen Ausleuchtung von fensterlosen Räumen oder zur Betonung besonderer Beleuchtungssituationen eingesetzt werden kann, Shedoberlichtern, die sich, je nach gewünschtem Lichteinfall, zu bestimmten Himmelsrichtungen orientieren lassen bis zu Oberlichtlaternen, die für eine gute Raumausleuchtung in Raummitte sorgen, sind unterschiedlichste Tageslichtkonzepte mit Oberlichtern denkbar.

Meist besteht das Oberlicht aus einer unterschiedlich geformten Lichtkuppel oder einem Glasdach, ggf. einer Streu- oder Filterschicht, die eine direkte Sonneneinstrahlung verhindern soll, einem Schacht im Bereich des Dachdurchbruchs sowie einer umlaufenden Blende, als innerem Abschluss im Raum. Oberlichter können auf die Deckenmitte des Raumes konzentriert sein, über die gesamte Deckenfläche reichen oder als mehrere Einzel- oder Bandoberlichter ausgebildet werden. Selbst die Geometrie des Deckenausschnitts ist variabel. Bei größeren Glasflächen im Dachbereich darf jedoch die Möglichkeit einer sommerlichen Überhitzung nicht außer Acht gelassen werden.

Quelle: D. Haas-Arndt, F. Ranft; "Tageslichttechnik in Gebäuden", Verlag Hüthig Jehle Rehm, Heidelberg
Zeichnungen: Haas-Arndt/Schädlich, Hannover/Siegen
Bildnachweis: Haas-Arndt, Hannover